Der neue Tintenstrahldruckkopf soll den Einsatz der Tintenstrahltechnologie in einer Vielzahl industrieller Anwendungen erweitern, darunter fortschrittliche Fertigungsprozesse, Lackierung und 3D-Druck, die mit herkömmlicher Tintenstrahltechnologie bisher nur schwer zu realisieren waren.
Haupteigenschaften
1. Eine neue Aktuatorstruktur erweitert den verarbeitbaren Viskositätsbereich und erlaubt die präzise Erzeugung größerer Tropfenvolumina
2. Das optimierte Design des Flüssigkeitskanals ermöglicht höhere Viskositäten und größere Tröpfchen
Entwicklungshintergrund
In den letzten Jahren wächst der Druck auf die Fertigungsindustrie, neben der Verringerung der Umweltbelastung und des Materialabfalls auch die Produktionseffizienz zu verbessern, um eine nachhaltige Gesellschaft zu verwirklichen. Die Tintenstrahltechnologie gilt als besonders nachhaltig, da sie das bedarfsgerechte Versprühen gleichmäßiger, feiner Tröpfchen ermöglicht, was zu einer hohen Materialausnutzung und weniger Abfall führt.
Aufgrund dieser Eigenschaften gewinnt die Tintenstrahltechnologie als innovatives Fertigungsverfahren in Bereichen wie elektronischen Schaltungen, Halbleiterfertigungslinien und additiver Fertigung zunehmend an Bedeutung.(2) Darüber hinaus werden bei Lackieranwendungen in der Automobilindustrie praktische Tintenstrahlverfahren entwickelt, um kreativere Designs zu ermöglichen, den Arbeitsaufwand für Maskierungsprozesse zu reduzieren und den Lackverlust zu minimieren.
Mit Hilfe der Kenntnisse, die Kyocera über Jahre hinweg bei der Entwicklung von Tintenstrahldruckköpfen erworben hat - hohe Produktivität, hohe Auflösung und hohe Haltbarkeit -, ist es dem Unternehmen gelungen, eine Technologie zu entwickeln, die das stabile Applizieren hochviskoser Materialien ermöglicht. Dank dieser Technologie sind nun Fertigungsprozesse, bei denen Farben und Materialien mit Viskositäten zum Einsatz kommen, die bisher mit der Tintenstrahltechnologie nur schwer zu verarbeiten waren, praxistauglich geworden.
Kyocera wird auch weiterhin innovative Technologien entwickeln, um die Umweltbelastung zu reduzieren, die Arbeitseffizienz zu steigern und die Digitalisierung der Fertigung voranzutreiben.
Eigenschaften
1. Eine neue Aktuatorstruktur erweitert den verarbeitbaren Viskositätsbereich und erlaubt die präzise Erzeugung größerer Tropfenvolumina
Durch die Nutzung des herkömmlichen piezoelektrischen Biege-Modus(3), hat Kyocera eine neue, eigens konzipierte Piezo-Aktuatorstruktur entwickelt, die die Spritzkraft verbessert. Diese Weiterentwicklung ermöglicht das stabile Spritzen von hochviskosen Materialien - bis zu 16-mal höher als mit der herkömmlichen Technologie von Kyocera - und bis zu 20-mal größere Tröpfchen. Damit eröffnet die Technologie die Erweiterung auf eine Vielzahl industrieller Anwendungen, darunter Lackieren und 3D-Druck, die bisher mit der Tintenstrahltechnologie nur schwer zu realisieren waren.
2. Das optimierte Design des Flüssigkeitskanals ermöglicht höhere Viskositäten und größere Tröpfchen
Bei zirkulierenden Druckköpfen für hochviskose Materialien war eine stabile Tintenausstoßung bislang eine große Herausforderung. Um dieses Problem zu lösen, hat Kyocera das Design der Flüssigkeitskanäle mithilfe firmeneigener Flüssigkeitssimulationen optimiert. Das Ergebnis ist eine stabile Tintenausstoßung, die sowohl zur Produktivitätssteigerung als auch zur Qualitätsverbesserung beiträgt.
Produktdetails:
- Auflösung: 360 dpi x 360 dpi
- Effektive Druckbreite: 111,69 mm
- Düsenanzahl: 1.584
- Viskosität(4): 80 mPa/s
- Tropfenvolumen(4): 280 pL
Mit dieser Technologie wird Kyocera auch weiterhin neue Optionen für industrielle Tintenstrahlanwendungen und eine nachhaltigere globale Umwelt schaffen.
Das Pressematerial steht unter nachfolgendem Link zum Download bereit:
https://spgroup.box.com/s/xsgo4moz8wuqqmhkgj8yzg28ccgn65d4
(1) Unter Tintenstrahldruckköpfen mit mehr als 1.500 Düsen, die Viskositäten von 80 mPa/s oder höher verarbeiten können; laut einer Studie von Kyocera von Januar 2026.
(2) Additive Fertigung bezeichnet eine Gruppe von Fertigungstechnologien, bei denen Materialien schichtweise zu dreidimensionalen Strukturen aufgebaut werden.
(3) Piezoelektrischer Biege-Modus: Ein Verfahren, bei dem ein Piezoaktor Tinte ausstößt, indem er die durch den piezoelektrischen Effekt erzeugte Auslenkung nutzt.
(4) Das Spritzen bei der oben angegebenen Viskosität und dem oben angegebenen Tropfenvolumen wurde unter den Bewertungsbedingungen von Kyocera bestätigt. (Die tatsächliche Spritzleistung kann je nach Flüssigkeitseigenschaften und Spritzbedingungen variieren.)
Für weitere Informationen zu Kyocera: www.kyocera.de Über Kyocera Bereits seit über 50 Jahren ist Kyocera in Europa erfolgreich. Von seinem europäischen Hauptsitz in Esslingen am Neckar betreibt die KYOCERA Europe GmbH 26 Standorte inkl. Produktionsstätten, wobei die Produktpalette von Feinkeramik-, Elektronik-, Automobil-, Halbleiter- und optischen Komponenten bis hin zu Industriewerkzeugen, LCDs, Touch-Lösungen, industriellen Druck-Komponenten, Solarsystemen und Konsumgütern wie Küchen- und Büroartikeln reicht. KYOCERA Europe GmbH ist ein Unternehmen der KYOCERA Corporation mit Hauptsitz in Kyoto/Japan, einem weltweit führenden Anbieter von Halbleiter-, Industrie- und Automobil- sowie elektronischen Komponenten, Druck- und Multifunktionssystemen sowie Kommunikationstechnologie. Der Technologiekonzern ist weltweit einer der erfahrensten Produzenten von smarten Energiesystemen, mit mehr als 45 Jahren Branchenfachwissen. Die Kyocera-Gruppe umfasst 297 Tochtergesellschaften (31. März 2023). Mit etwa 81.000 Mitarbeitern erwirtschaftete Kyocera im Geschäftsjahr 2022/2023 einen Netto-Jahresumsatz von rund 13,87 Milliarden Euro. Auf der "Global 2000"-Liste des Forbes-Magazins für das Jahr 2023 belegt Kyocera Platz 671 und zählt laut Wall Street Journal zu den "The World's 100 Most Sustainably Managed Companies". Im zweiten aufeinanderfolgenden Jahr wurde Kyocera für den Nachhaltigkeitsindex (Asia-Pacific) von Dow Jones qualifiziert und bereits zum siebten Mal von Clarivate als "Top 100 Global InnovatorTM 2023" als einer der weltweiten Innovationsträger anerkannt. Das Unternehmen engagiert sich auch kulturell: Über die vom Firmengründer ins Leben gerufene und nach ihm benannte Inamori-Stiftung wird der imageträchtige Kyoto-Preis als eine der weltweit höchstdotierten Auszeichnungen für das Lebenswerk hochrangiger Wissenschaftler und Künstler verliehen (umgerechnet ca. 685.000 Euro pro Preiskategorie).






