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Evidenz statt Hype: Was P-Shot® (PRP) und Stoßwellentherapie bei Erektionsstörungen leisten – und was nicht
08.09.2025

Berlin, 08.09.2025 – Minimalinvasive Verfahren wie der P-Shot® und die niedrig-intensive extrakorporale Stoßwellentherapie (LI-ESWT) werden in Foren und Medien häufig als „Game Changer“ bei Erektionsstörungen beschrieben. Doch für wen sind sie tatsächlich geeignet – und wie lassen sich realistische Erwartungen formulieren? Anita Lisowski, Fachärztin für Urologie und Sexualmedizin in Berlin, ordnet ein und stellt eine patientenfreundliche Entscheidungsstruktur vor.

 

„Beide Verfahren können – je nach Ursache der ED – messbare Verbesserungen bringen. Entscheidend ist die saubere Abklärung: Handelt es sich überwiegend um eine vaskuläre Problematik, liegen hormonelle Faktoren vor, gibt es Begleit­erkrankungen oder neurogene Ursachen? Erst dann lässt sich sinnvoll planen“, so Fachärztin für Urologie und Sexualmedizin, Anita Lisowski.

 

Zwei Verfahren, ein gemeinsamer Nenner: Regeneration

P-Shot® (PRP): Aus Eigenblut gewonnenes plättchenreiches Plasma wird in definierte Areale des Penis injiziert. Die Wachstumsfaktoren können Mikrozirkulation und Gewebereparaturunterstützen.
Praxisnah: meist 3 Sitzungen im Abstand von 3–6 Wochen; lokale Betäubung; kurze Ausfallzeit.

LI-ESWT (Stoßwelle): Niedrig energetische Stoßwellen werden äußerlich auf Schwellkörper/Damm appliziert, mit dem Ziel einer Gefäßneubildung (Angiogenese) und besseren Endothelfunktion.
Praxisnah: häufig 6–12 Sitzungen; Wirkung zeigt sich oft erst nach einigen Wochen.

Wer profitiert – und wer eher nicht?

Gute Kandidaten: Männer mit leichter bis moderater, gefäßbedingter ED; stabile Herz-/Stoffwechsel­lage; realistische Ziele; Bereitschaft, Basismaßnahmen (Rauchen, HbA1c, Blutdruck, Lipide, Gewicht, Bewegung, Schlaf) mitzubehandeln.

Grenzen: Stark vorgeschädigte Arterien, ausgeprägte neurogene Ursachen, unbehandelte Hypogonadismen, relevante Beckenboden-Hypertonie oder nach größeren Becken-OPs. In diesen Fällen sind medikamentöse Kombis, Injektionstherapien (Trimix) oder Implantate oft zielführender.

 

„Wir benennen klar, wenn Alternativen sinnvoller sind. Das vermeidet Enttäuschungen und erhöht dort, wo PRP oder Stoßwelle passen, die Chance auf einen echten Nutzen“, erklärt Lisowski.

 

Sieben Fragen, die vor einer Therapie geklärt sein sollten

 

Diagnosebasis: Wurde die ED-Ursache ausreichend abgeklärt (Anamnese, Duplex, Labor inkl. Testosteron, ggf. kardiovaskuläres Risiko)?

Erwartungsmanagement: Woran wird Erfolg gemessen (z. B. IIEF-Score, Härtegrad, Penetrationsrate, QoL)? Nach welcher Zeit?

Therapieprotokoll: Wie viele Sitzungen, in welchem Intervall, gibt es Auffrischungen?

Kombinationen: Werden PDE-5-Hemmer, Beckenboden-Physio oder Lifestyle-Interventionen begleitend eingesetzt?

Sicherheit: Welche Nebenwirkungen sind typisch (lokale Reizung/Hämatome bei PRP; kurzfristige Sensibilität/Flare bei ESWT) – und wie wird damit umgegangen?

Alternativen: Welche Optionen bestehen, falls kein Effekt eintritt (Vakuum, Injektionen, Implantat, Hormondiagnostik/-therapie, Sexualtherapie)?

Transparenz: Gibt es objektive Verlaufsparameter und eine gemeinsame Stop-Rule, um kosten-/zeitintensive Irrwege zu vermeiden?

Was sagt die Datenlage?

Die Literatur zeigt positive Effekte bei einem Teil der Patienten, besonders bei vaskulärer ED. Gleichzeitig finden sich heterogene Studien, unterschiedliche Protokolle und Placebo-kontrollierte Arbeiten mit variabler Effektstärke. Die Quintessenz: möglicher Nutzen ja, aber nicht bei jedem – und keine Ein-Methoden-Lösung.

Sicherheit & Alltag

Beide Verfahren gelten als gut verträglich. PRP führt gelegentlich zu kurzfristiger Schwellung/Bluterguss; bei LI-ESWT sind leichte Reizungen möglich. Beruf und Sport sind in der Regel rasch wieder machbar. Wichtig: Begleiterkrankungen optimieren und Medikamente (inkl. Antikoagulation) ärztlich abstimmen.

 

„Unser Ziel ist informierte Entscheidung statt Heilsversprechen. Wer weiß, wovon sein Problem getrieben ist, trifft die besseren Therapieentscheidungen – manchmal mit PRP oder Stoßwelle, manchmal bewusst dagegen“, sagt Lisowski.

 

Weiterführende Informationen (sachlich, ohne Terminpflicht)

P-Shot® (PRP) – Ablauf, Eignung, FAQs:
https://www.expertmedical.berlin/p-shot-methode/

Stoßwellentherapie (LI-ESWT) – Protokolle, Grenzen, FAQs:
https://www.expertmedical.berlin/leistungen/stosswellentherapie-berlin

Unternehmen:
EXPERTMEDICAL – Privatpraxis für Urologie und Sexualmedizin
Anita Lisowski

Homburger Straße 16
14197 Berlin
Deutschland

+49(0)30-81050940
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https://www.expertmedical.berlin
Kontakt:
EXPERTMEDICAL – Privatpraxis für Urologie und Sexualmedizin Anita Lisowski Homburger Straße 16 14197 Berlin www.expertmedical.berlin