Das Zentrum für Angewandtes Quantencomputing (ZAQC) lädt im Juni zu einer hybriden Vortragsreihe am Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD ein. Expertinnen und Experten stellen konkrete Anwendungsszenarien, aktuelle Herausforderungen und innovative Lösungsansätze vor - von der Optimierung über Simulationstechniken bis hin zur Wirkstoffforschung.
Quantencomputing gilt als eine der vielversprechendsten Zukunftstechnologien. Doch um sein Potenzial auszuschöpfen, ist ein grundsätzlich neues Denken gefragt: probabilistische statt deterministischer Algorithmen, verschränkte Qubits statt klassischer Bits - und eine komplett andere Art der Problemlösung.
Das vom Land Hessen geförderte Zentrum für Angewandtes Quantencomputing (ZAQC), das am Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD in Darmstadt beheimatet ist, möchte diese Brücke schlagen - zwischen Grundlagenwissen, industriellen Anwendungsfeldern und konkreten Lösungsideen. Ziel ist es, Unternehmen und Forschungseinrichtungen frühzeitig zu befähigen, die Potenziale des Quantencomputings zu identifizieren, zu bewerten und gezielt zu nutzen.
In diesem Kontext veranstaltet das ZAQC im Juni 2025 eine öffentliche hybride Vortragsreihe, in der Expertinnen und Experten aus Forschung über ihre aktuellen Aktivitäten, Herausforderungen und Lösungsansätze im Bereich des angewandten Quantencomputing berichten.
Die Reihe soll über aktuelle Erkenntnis informieren und den Austausch zwischen Industrie und angewandter Forschung fördern - und richtet sich sowohl an Interessierte, die bisher noch keine oder wenig Berührung mit Quantencomputing hatten, als auch an Fachleute aus der Industrie u.a. für die Bereiche Chemie, Pharma oder Ingenieurwesen.
Programmübersicht:
Ort: Hörsaal des Fraunhofer IGD in Darmstadt & online
Zeit: jeweils um 17:00 Uhr
Anmeldung: Quantencomputing - Fraunhofer IGD / https://www.igd.fraunhofer.de/de/veranstaltungen/quantencomputing.html
4. Juni 2025 - Quanteninspirierte Optimierung
Dieser Vortrag stellt Algorithmen vor, die physikalische Prinzipien wie den Quanten-Tunneleffekt nutzen, um klassische Optimierungsprobleme effizienter zu lösen - etwa in Logistik, Finanzen, maschinelles Lernen oder Pharmazie.
12. Juni 2025 - Tensornetzwerke für die physikalische Simulation
Tensornetzwerke bieten eine vielversprechende Lösung für Simulationen komplexer physikalischer Systeme in der Naturwissenschaft, insbesondere dort, wo klassische Verfahren an ihre Grenzen stoßen. Anwendungsfelder reichen von Quantenchemie bis zur numerischen Ingenieurmechanik.
18. Juni 2025 - Quantencomputing für die Proteinfaltung
Die präzise Vorhersage von Proteinstrukturen spielt eine zentrale Rolle in der Wirkstoffentwicklung im Bereich Arzneimittelforschung und computergestützten Biologie. Der Vortrag zeigt, wie Quantenoptimierung neue Wege eröffnet, um komplexe biologische Prozesse wie die Proteinfaltung zu analysieren - und stellt den Leistungsstand heutiger Quantenhardware klassischen Lösungsansätzen gegenüber.
Ziel der Vortragsreihe ist es, den Einsatz von Quantencomputing in realen Anwendungsszenarien greifbar zu machen - und so den Weg für zukünftige Innovationen zu ebnen.
Weitere Links:
ZAQC / Angewandtes Quantencomputing - Fraunhofer IGD: https://www.igd.fraunhofer.de/de/forschung/kernkompetenzen/angewandtes-quantencomputing.html
Veranstaltungsreihe / Quantencomputing - Fraunhofer IGD: https://www.igd.fraunhofer.de/de/veranstaltungen/quantencomputing.html
Über das Fraunhofer IGD: Seit 1987 setzt das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD internationale Standards für angewandte Forschung im Visual Computing, der bild- und modellbasierten Informatik. Wir verwandeln Informationen in Bilder und Bilder in Informationen und unterstützen Industrie und Wirtschaft dabei, sich strategisch zu entwickeln. Stichworte sind Mensch-Maschine-Interaktion, Virtual und Augmented Reality, Künstliche Intelligenz, interaktive Simulation, Modellbildung sowie 3D-Druck und 3D-Scanning. Rund 190 Forscherinnen und Forscher generieren an den drei Standorten Darmstadt, Rostock und Kiel neue technologische Anwendungslösungen und Prototypen für die Industrie 4.0, das digitale Gesundheitswesen und die "Smart City". Internationale Relevanz entfalten unsere Produkte durch die Zusammenarbeit mit dem Schwesterinstitut in Graz und Klagenfurt. Mithilfe unserer Matrixorganisation bedienen wir unsere Kundschaft aus den unterschiedlichsten Branchen mit relevanten technischen und wettbewerbsorientierten Leistungen. Hierfür haben wir branchenerfahrene, crossfunktionale Teams aus Expertinnen und Experten, die auch Planung, Leitung und Evaluation für alle Projektgrößen übernehmen.






