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Dr. Reuter Investor Relations zu Frequentis AG: Die digitalen Fluglotsen
28.10.2022

Teaser: Wie die österreichische Frequentis AG mit ihren Remote-Tower-Technologien die Koordinierung des Flugverkehrs an Airports sicherer und effizienter macht.

Remote Tower erleichtern die Flugverkehrskontrolle
Als zentrale Kontrollstelle für den Flugverkehr ist der Tower das Gehirn der Flughäfen. Dort sind die Fluglotsen für drei zentrale Aufgaben zuständig: die Luftkontrolle, die Bodenkontrolle und der Freigabe von Landeanflügen und Abflügen. Alle technologischen Neuerungen haben hier zum Ziel, den sicheren, effizienten und damit auch pünktlichen Ablauf des Flugverkehrs weiter zu verbessern. Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung des Flugverkehrsmanagements (Air Traffic Management - ATM) schafften etliche neue Technologien den Durchbruch, mit denen sich die vielfältigen Towerfunktionen ohne größeren Personalaufwand steuern lassen.

Remote Tower Softwareprogramme ermöglichen es, die Aufgaben eines Fluglotsen aus der Ferne unter der Einbindung von Videobildschirmen und Panoramakameras wahrzunehmen. Zugleich sammelt und analysiert die Software in Echtzeit Flugdaten. Die digitale Datenanalyse wird damit nicht nur schneller und effizienter, sondern bereitet auch Daten auf, die sonst aus Zeit- oder Komplexitätsgründen ungenutzt bleiben würden. Ein weiterer Bestandteil des Remote Tower ist die Software für die Objektverfolgung, mit der eine Vielzahl von Objektklassen lokalisiert, klassifiziert und nachverfolgt werden kann.

Die Coronapandemie hat als Katalysator für die Luftfahrtindustrie gewirkt. Sicherheit, effiziente Arbeitsabläufe, Nachhaltigkeit und Flexibilität rückten noch stärker in den Vordergrund, das Ganze ausgerichtet auf das Ziel, in Zukunft bei wieder steigendem Flugaufkommen noch zeit- und kostensparender zu arbeiten. Um die Effizienz der Flughafen-Infrastruktur weiter zu verbessern, wird in den nächsten Jahren der Einsatz von Künstlicher Intelligenz immer stärker in den Fokus rücken. Die Airports verbessern damit in vielerlei Hinsicht die Prozessabläufe, welche den Flugverkehr steuern. Infrarot-Technologien etwa unterstützen etwa die Arbeit der LotsInnen, indem sie die Sicherheit im Flugverkehr erhöhen. Blind-spots, die man als Mensch im Tower sitzend nicht einsehen kann, können damit auch abgedeckt werden.

Norbert Haslacher, der Vorstandsvorsitzende von Frequentis, sieht für die Flughafenbetreiber zwei weitere Vorteile: Das Lotsenpersonal kann bei den Remote Towers quasi von überall arbeiten. Dies ermöglicht es, Flughäfen in entlegenen Gebieten, wo es schwierig ist Fluglotsenpersonal zu finden, effektiv zu betreiben. Dazu kommen Kostenvorteile. Physische Tower werden irgendwann baufällig, ein neuer Tower kostet Millionen Euro. Ein Remote Tower kostet lediglich 20% eines neuen physischen Towers.

Der Anfang ist gemacht
Regionale Airports mit wenig Verkehrsaufkommen greifen ebenso auf die digitalen Fluglotsen zurück wie größere internationale Flughäfen. Der erste Remote Tower überhaupt wurde im April 2015 in Schweden installiert. Sechs Jahre später feierte am London City Airport die erste digitale Steuerung des Luftverkehrs auf einem größeren internationalen Airport ihre Premiere. Mittlerweile sind Remote Tower in einer Vielzahl von Ländern wie Großbritannien, USA, Frankreich, Brasilien, Australien, Belgien oder Ungarn in Betrieb oder im Stadium der konkreten Planung, und zwar sowohl für regionale Airports mit wenig Verkehrsaufkommen als auch für grössere internationale Flughäfen.

Vor allem kleinere Flughäfen oder solche mit starken saisonalen Schwankungen bei den Passagierzahlen lassen sich über die digitale Steuerung aus der Ferne effizienter betreiben. Aber auch mittleren oder große Flughäfen können eine ausgewogene Arbeitsbelastung realisieren, wenn sie auf die Fernüberwachung durch ein Center zurückgreifen. Insbesondere wenn das Verkehrsaufkommen in den Stoßzeiten steigt, können Fluglotsen aus einem verfügbaren Personalpool kurzzeitig unterstützend Funktionen übernehmen. Darüber hinaus ermöglicht die Remote Tower Technologie für diese Flughäfen eine zusätzliche Ebene der Ausfallsicherheit.

Das Konzept basiert auf einer Reihe von Technologien. Hochauflosende Videokameras und Infrarot- und Schwenk-Neige-Zoom-Kameras liefern ein 360-Grad-Bild des Airports und helfen dabei, den Fluglotsen Informationen in Echtzeit zu liefern. Durch die Infrarottechnik haben die Lotsen eine deutlich verbesserte Sicht, insbesondere bei Dunkelheit. Die Daten der Videokameras können zudem mit bestehenden Uberwachungsquellen integriert werden, um Luftfahrzeuge zu identifizieren und zu verfolgen.

Eine zentrale Rolle spielt der Supervisor. Diese Person überwacht und verteilt die Arbeitslast auf einzelne Lotsinnen und Lotsen und stellt sicher, dass diese nicht unter- oder überfordert sind. Grundlage dafür ist das Planungstool. Dieses führt verschiedene Daten zusammen, wie beispielsweise die Anzahl d

Kontakt:
Dr. Reuter Investor Relations Dr. Eva Reuter Friedrich Ebert Anlage 35-37 60327 Frankfurt email : [email protected]