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Die Erde erstickt am Plastikmüll: Wie lässt sich der Planet reanimieren?
27.04.2022

Wohin kommt der Müll und was passiert tatsächlich beim Recyclen? Diese und viele andere Fragen werden auf dem internationalen Online-Forum "Globale Krise. Wir sind Menschen. Wir wollen leben" beantwortet, das am 7. Mai 2022 stattfindet. Das Besondere daran ist, dass es von Freiwilligen aus 180 Ländern organisiert und in 100 Sprachen simultan übersetzt wird.

Ein sauberes, gepflegtes Europa, aufgeräumte Straßen, Sonnenstrahlen auf smaragdgrünen Wiesen - das ist wirklich schön und wundervoll, aber die Idylle wird durch die Realität des 21. Jahrhunderts eingeholt. Leider weiß der Endverbraucher in Wirklichkeit nicht, was nach der Mülltrennung passiert. Denn wir leben als Gesellschaft in einem Konsumformat, bei dem der Profit über dem Leben steht und die Zerstörung der Umwelt in Kauf genommen wird.

Niemand macht einen Hehl daraus, dass transnationale Konzerne nicht in die Zukunft der jungen Generationen investieren wollen, sondern nur an schnellen Gewinnen interessiert sind. Aber was ist mit den gewöhnlichen Menschen, die mit dem Gestank der Verantwortungslosigkeit auf allen Ebenen konfrontiert sind: angefangen bei den gesetzlichen Vorschriften bis hin zum Recyclingmarkt (den es wegen der hohen Kosten für Ausstattung und Technologie faktisch nicht gibt).

Nach Angaben des convention's Geneva secretariat wurden seit Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts in Europa insgesamt etwa 6,3 Milliarden Tonnen Plastikabfälle erzeugt, von denen nur weniger als 10% recycelt, 12% verbrannt und fast 80% auf Deponien in anderen Ländern gelagert werden. Jedes Jahr fallen in Europa etwa 25 Millionen Tonnen Plastikabfälle (einschließlich Elektroschrott) an. Es entsteht die Frage - was tun mit diesen Abfällen?

Es ist ganz einfach: Bis vor kurzem wurde der Müll von der Alten Welt in die Länder der so genannten "Dritten Welt" transportiert. Von 2002 bis 2015 ist das Volumen des aus Europa transportierten Mülls um gigantische 413% gestiegen. Und es geht hier nicht nur um Europa, es ist das Problem der Konsumgesellschaft als Ganzes, das Problem der ganzen Welt.

Es genügt auf den Planeten aus dem Weltraum zu schauen, z.B. von der ISS aus, um die Absurdität der Situation zu verstehen, wenn Tonnen von Abfall vor der Tür des Nachbarn abgeladen werden.

Doch in letzter Zeit hat sich einiges getan: Seit 2018 hat China die Einfuhr von Müll in das eigene Land verboten; ab 2021 trat in Europa ein Gesetz in Kraft, das die Ausfuhr von Plastikabfällen in andere Länder einschränkt. Doch was tun, wenn der Pfad bereits gelegt ist? "Seit China den Import von Plastikabfall verboten hat, haben die entwickelten Länder ihren Müllexport umgelenkt nach Südostasien, inklusive Malaysia", zitiert die Süddeutsche Zeitung die malaysische Umweltministerin Yeo Bee Yin.

Es entsteht eine paradoxe Situation: Das Konsumformat der Gesellschaft erfordert eine ständige Produktion von Waren, aber keines der Länder verfügt über ausreichende Recyclingkapazitäten. Vor allem aber wird der Müll weiterhin auf Deponien gelagert, was gegen die Lagerungsvorschriften verstößt und irreparable Schäden für die Umwelt verursacht. Der Grund dafür ist, dass die Konzerne keine Notwendigkeit sehen, den Status quo zu ändern und der Durchschnittsbürger sich keine Gedanken über das Schicksal von weggeworfenen Plastikbehältern macht.

Nun, es ist an der Zeit, die bisherige Ausrichtung zu überdenken und die Frage zu stellen: Bewegt sich die Menschheit als Zivilisation in Richtung Fortschritt? Vielleicht ist es wirklich an der Zeit, die Welt zum Besseren zu verändern, nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten? Diese Fragen haben sich Freiwillige aus über 180 Ländern gestellt. Die Antworten auf diese lebensentscheidenden Fragen werden auf dem internationalen Forum am 7. Mai 2022 von Wissenschaftlern, Experten, Politikern und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu hören sein.

Warum ist Mikroplastik so gefährlich? Plastikabfälle sind von Natur aus nicht biologisch abbaubar und zersetzen sich zu Mikroplastikpartikeln. Weil es sich nicht auflöst, landen diese gefährlichen Mikroplastikpartikel in Meeresfrüchten, Fisch, Sushi und sogar im Obst auf den Tellern der Menschen. Mikroplastik wird bereits in den Tiefen der Ozeane und sogar in den Berge

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