Das Pflegepersonal im Krankenhaus arbeitet bereits seit Wochen mancherorts bereits auf Anschlag, nachdem die Corona-Neuinfektionen bundesweit enorm gestiegen sind. Hierfür wurde nicht selten auch Personal aus dem Ruhestand beschafft.
Bezüglich dem Geschäft der persönlichen Schutzausrüstung gab es seither auch immer wieder Probleme. Höhepunkt war dabei der Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020, als die Kliniken, Apotheken oder Pflegeheime kaum noch Schutzausrüstung zur Verfügung hatten.
Die Situation war derart angespannt, dass selbst Community-Masken kaum noch gefertigt werden konnten, weil jeder Stoff und Gummibänder beschaffen hat, um für sich selbst Masken herzustellen oder diese auch an die Pflegeheime oder Krankenhäuser zu verteilen.
Mittlerweile hat sich die Situation gebessert, denn es gibt jetzt Großhändler wie Maskmedicare, welche unkompliziert über 750 Kliniken, Pflegeheime und Apotheken beliefern können. Insbesondere die Krankenhäuser sind in dieser Auflistung wichtig, denn das Personal verhindert damit eine Ansteckung sowie auch die Verteilung des Virus.
Aus der Reisebranche zur Schutzausrüstung
Maskmedicare wurde gegründet vom Geschäftsführer der MaxAdventures GmbH. Das Unternehmen wechselt aus der Reisebranche zur persönlichen Schutzausrüstung aufgrund der Reisebeschränkungen. Der Gründer und Geschäftsführer Maximilian Fenninger hat die Initiative ergriffen und den Kontakt zwischen Hersteller und dem Gesundheitswesen in Deutschland geknüpft. Heute werden eigene Produkte hergestellt und weltweit verkauft.
Warum Krankenhäuser auf Großhändler angewiesen sind
Spezialisierte Großhändler wie Maskmedicare achten selbstverständlich darauf, dass zum Beispiel keine Fake-FFP2-Masken vertrieben werden. Tatsächlich gab es das Problem in ganz Europa, dass aus verschiedenen Ländern fehlerhafte oder gefälschte Ware importiert wurde.
Dessen Problematik ist sich der Anbieter Maskmedicare bewusst und daher hatte sich das Unternehmen aus Wonneberg (Landkreis Traunstein) darauf fokussiert, dass auch eigene Masken nach DIN EN 149 hergestellt werden. Mittlerweile befinden sich diese Produkte auch schon auf dem Markt.
Weiterhin profitieren Krankenhäuser oder Kliniken auch davon, dass selbstverständlich eben nicht nur Masken bezogen werden können, sondern auch Thermometer, Face Shields (Gesichtsschutz), Antigen Tests sowie Handschuhe, Schutzkittel und antibakterielle Fruchttücher, eben jene Produkte, welche im Frühjahr 2020 bereits gefehlt haben.
Krankenhauspersonal muss oftmals FFP2-Masken wiederverwenden
Das Krankenhauspersonal hat jedoch noch jetzt teilweise die Probleme, dass nicht ausreichend FFP2-Masken zur Verfügung stehen. Die Gründe können vielfältig sein, zumeist liegt es daran, dass die Masken ohne ausreichender Filterleistung geliefert worden sind. Ein Produktrückruf mitsamt anschließender Neulieferung kann sich je nach Händler über eine Woche hinweg strecken.
In einer solchen Situation bleibt dem Personal nichts anderes übrig, als eine FFP2-Maske erneut zu verwenden, wie es auch im Frühjahr getan werden musste. Meistens steht jedem Mitarbeiter ein entsprechendes Kontingent an Masken zur Verfügung. Wenn eine Maske getragen worden ist, muss diese mindestens vier Tage in einem lufttrockenen Raum aufgehängt werden.
Gewaschen werden sollte die FFP2-Maske dabei niemals, denn das kann die Filterleistung nicht nur beeinträchtigen, sondern auch zerstören. Das ist beim Krankenhauspersonal tatsächlich ein großes Problem, denn andere Patienten können mit dem Virus angesteckt werden.
Werden Face Shields in Krankenhäusern benötigt?
Face Shields (Gesichtsschutz) war bis vor einigen Wochen noch eine Alternative zur Alltagsmaske, diese Empfehlung hatte das Robert-Koch-Institut aber zurückgezogen. Der Gesichtsschutz kann entsprechend keine Maske mehr ersetzen. Es war nämlich auch erlaubt, dass hiermit ein Krankenhaus betreten werden durfte, aber mittlerweile wird auch dies nur noch mit einer FFP2-Maske gestattet.
Der Gesichtsschutz ist jedoch eine hervorragende Möglichkeit, um sich insbesondere als Klinikpersonal besser zu schützen. Die Kombination aus einer FFP2-Maske und einem Gesichtsschutz bietet einen sehr guten Schutz. Insbesondere auch wegen der Gefahr einer Tröpfcheninfektion.
Dieses Utensil war ebenfalls eine lange Zeit ausverkauf
Krankenhausbedarf knapp? Persönliche Schutzausrüstung fehlt nicht selten!
08.02.2021
Portrait:
Das StartUp-Unternehmen Maskmedicare (Max Adventures GmbH) produziert heute eigene FFP2-Masken, welche sowohl den Träger als auch das Umfeld schützen. Oberste Priorität haben dabei stets die strengen hygienischen Bedingungen, die sowohl im Büro als auch in den Lagern eingehalten werden. So kann ein Kontaminieren der Produkte verhindert oder vorgebeugt werden. Zwischenzeitlich hat das Unternehmen auch ins Ausland expandiert und beliefert nun ganz Europa mit persönlicher Schutzausrüstung - derzeit sind es über 750 zufriedene Kunden.

