Interessenskonflikt im Hamburger Hafen eskaliert
24.07.2026
Bisher ging der Protest gegen die Errichtung der neuen Terminals vor allem vom Verein „Elbwald retten“ aus. Die Umweltschützer haben eine Volkspetition dagegen initiiert, dass Hunderte alter Bäume für die Kaimauern gefällt werden müssten. Jetzt aber wurde bekannt, dass das Projekt auch unter den Protagonisten im Hafen selbst höchst umstritten ist. Denn die geplanten neuen Liegeplätze sollen exklusiv für die Firma Eurogate reserviert sein. Kein Wunder also, dass die Mitbewerber dieses Privatunternehmens die staatliche Milliarden-Subvention kritisch sehen und für eine unzulässige Wettbewerbsverzerrung halten. Daher zeichnet sich ab, dass als Alternative zu den überdimensionierten Plänen nun eine ökonomisch und ökologisch sinnvollere Variante umgesetzt wird: Die sogenannte „Hafenerweiterung light“ sieht vor, lediglich das Becken des ehemaligen Petroleumhafens für zwei Liegeplätze von Feederschiffen zu nutzen. Dies sei völlig ausreichend, um die logistischen und nautischen Abläufe zu optimieren. Franz Hermann, Vorsitzender des Vereins Elbwald retten betonte: „Innerhalb der nächsten Wochen werden wir die notwendigen 10.000 Unterschriften erhalten, die notwendig sind, um die Hamburgische Bürgerschaft zu verpflichten, die Hafenwesterweiterung zu hinterfragen. Nun wird aber auch im Hafen selbst die ökologisch und ökonomisch unsinnige Investition in neue Containerterminals abgelehnt. Daher ist jetzt der richtige Zeitpunkt, dieses in jeder Hinsicht nicht mehr zeitgemäße Projekt zu stoppen.“
Portrait:
Initiative zum Schutz und zur Aufforstung des Elbwaldes



