Henri Viswat, CEO von Randstad Deutschland und DACH-Region: „KI verdrängt Einstiegsjobs nicht grundlegend. Aber sie verändert, wie junge Menschen in ihre Jobs hineinwachsen. Wenn Routineaufgaben wegfallen und Einstiegsprofile anspruchsvoller werden, müssen Unternehmen genauer unterscheiden: Welche Fähigkeiten müssen junge Talente mitbringen – und welche können sie im Job entwickeln? Der Nachwuchs braucht dafür klare Lernkurven, gute Einarbeitung, Mentoring und die Möglichkeit, KI im Arbeitsalltag reflektiert einzusetzen. Wer heute an Einstiegsmöglichkeiten spart, riskiert morgen Lücken bei den Fach- und Führungskräften.“
Das Randstad-Factsheet zum Berufseinstieg
1. KI ersetzt typische Einstiegsaufgaben
Aus der Randstad-ifo-HR-Befragung (Q4 2025) zum Berufseinstieg geht hervor, dass KI bereits heute Auswirkungen auf typische Aufgaben von Berufseinsteiger:innen hat. Gleichzeitig rechnen die meisten Unternehmen nicht mit einem generellen Rückgang von Einstiegsstellen.
- In 14 % der Unternehmen übernimmt KI bereits Aufgaben, die bislang häufig von Berufseinsteiger:innen erledigt wurden – 40 % planen dies für die kommenden drei Jahre.
- 65 % der Unternehmen erwarten eine gleichbleibende Zahl an Einstiegsstellen; 19 % rechnen mit weniger Stellen für Berufseinsteiger:innen.
- Unter den Unternehmen, die weniger Einstiegsstellen erwarten, nennen heute 38 % Automatisierung und Digitalisierung als Grund.
(Quelle: Randstad-ifo-HR-Befragung Q4/2025)
2. Trotz Lernbereitschaft: Gen Z erlebt Skills als Eintrittshürde
Der Gen Z-Blueprint für die Arbeitswelt zeigt wiederum: Junge Beschäftigte trauen sich grundsätzlich zu, neue Fähigkeiten schnell aufzubauen. Trotzdem werden Skills für viele aus der Gen Z bereits im Bewerbungsprozess zur Hürde.
- 43,4 % der Gen Z geben an, schon einmal wegen fehlender Skills für einen Job abgelehnt worden zu sein.
- 51,2 % finden die in Stellenanzeigen geforderten Skills oft unrealistisch.
- 71,7 % glauben, dass sie die für einen Job nötigen Fähigkeiten schnell lernen könnten.
(Quelle: Der Randstad Gen Z-Blueprint für die Arbeitswelt 2025)
3. So lernt die Gen Z: Im Job, im Austausch und mit Künstlicher Intelligenz
Die Daten zeigen außerdem: Die Gen Z wartet nicht nur auf formale Weiterbildung. Sie nutzt unterschiedliche Lernwege – vor allem im Arbeitsalltag, über andere Menschen und zunehmend auch mit KI-Tools.
- 88,9 % der Gen Z lernen zumindest manchmal durch Learning by Doing, Shadowing oder On-the-job-Training.
- 88,4 % lernen von Kolleg:innen oder Mentor:innen.
- 75,8 % lernen mit KI-Tools wie ChatGPT oder Microsoft Copilot.
(Quelle: Der Randstad Gen Z-Blueprint für die Arbeitswelt 2025)
4. Die Fähigkeiten der Zukunft: KI-Kompetenz kombiniert mit Soft Skills
Die Randstad-Studie „Age of Augmentation“ zeigt, dass sich die Anforderungen in Jobprofilen auf breiter Front verändern. Neben KI-bezogenen Fähigkeiten gewinnen Kompetenzen an Bedeutung, die für den verantwortungsvollen Einsatz neuer Technologien entscheidend sind.
Besonders stark steigt die Nachfrage in Jobbeschreibungen nach:
- KI Auditing: +855 %
- Problemlösungskompetenz: +35 %
- Qualitätssicherung: +35 %
- Kritischem Denken: +17 %
(Quelle: Studie „Age of Augmentation” von Randstad; Vergleich 2021 zu 2025)
Über das Randstad-ifo-HR-Befragung
Die vorgestellten Ergebnisse stammen aus der Randstad-ifo-HR-Befragung Q4 2025. Die Befragung wird quartalsweise durch das ifo-Institut im Auftrag des Personaldienstleisters Randstad durchgeführt. Die Studie befragt 500 bis 1000 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen.
Über die Studie „Der Gen Z-Blueprint für die Arbeitswelt”
Die Studie hat die Ansichten und Perspektiven von Arbeitnehmenden in Europa, im asiatisch-pazifischen Raum und in Nordamerika untersucht. Sie basiert auf Befragungen, die zwischen dem 30. Juni und dem 14. Juli 2025 mit 11.250 Teilnehmenden in 15 Ländern durchgeführt wurden. In Deutschland sind 500 Arbeitnehmende der Gen Z und 250 weitere Arbeitnehmende anderer Alterskohorten befragt worden. Für die Umfrage arbeitete Randstad mit Evalueserve zusammen, einem globalen Forschungs- und Analyseunternehmen.
Über die Studie „Age of Augmentation“
Die Studie basiert auf einer quantitativen Analyse von über 35 Millionen Stellenanzeigen weltweit im Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zum 31. März 2026. Die vom Talent Intelligence-Team von Randstad durchgeführte Analyse stützt sich auf Daten von LinkedIn, dem Marktanalyseunternehmen Lightcast und internen Quellen von Randstad und liefert detaillierte Auswertungen für elf Länder: Australien, Belgien, Frankreich, Deutschland, Indien, Italien, Japan, die Niederlande, Spanien, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten von Amerika.
Randstad ist Deutschlands führender Personaldienstleister. Wir helfen Unternehmen und Arbeitnehmern dabei, ihr Potenzial zu verwirklichen, indem wir unsere technologische Kompetenz mit unserem Gespür für Menschen verbinden. Wir nennen dieses Prinzip human forward. In der Randstad Gruppe Deutschland sind wir mit 47.350 Mitarbeitern und rund 530 Niederlassungen in 300 Städten ansässig. Unser Umsatzvolumen umfasst rund 2,014 Milliarden Euro (2022). Neben der klassischen Zeitarbeit zählen die Geschäftsbereiche Professional Services, Personalvermittlung, HR Lösungen und Inhouse Services zu unserem Portfolio. Wir schaffen als erfahrener und vertrauensvoller Partner passgenaue Personallösungen für unsere Kundenunternehmen. Unsere individuellen Leistungs- und Entwicklungsangebote für Mitarbeiter und Bewerber machen uns auch für Fach- und Führungskräfte zu einem attraktiven Arbeitgeber und Dienstleister. Seit über 50 Jahren in Deutschland aktiv, gehören wir mit der Randstad Gruppe Deutschland zur niederländischen Randstad N.V. Ein Gesamtumsatz von rund 27,6 Milliarden Euro (Jahr 2022), rund 662.200 Mitarbeiter im täglichen Einsatz und rund 4.900 Niederlassungen in 39 Märkten machen unseren internationalen Unternehmenskonzern zum größten Personaldienstleister weltweit. Zu unseren nationalen Zweigstellen gehören neben der Randstad Deutschland GmbH & Co KG außerdem die Unternehmen Tempo Team, Gulp, Monster, twago, Randstad Sourceright, Randstad Outsourcing GmbH sowie Randstad Automotive und Randstad Financial Services. CEO ist Richard Jager.






