Bäume statt Beton im Hamburger Hafen
22.07.2026
Franz Hermann, Vorsitzender des Vereins Elbwald retten, betonte: „Jetzt ist es an der Zeit, Konsequenzen aus der Fehlplanung zu ziehen: Da der Hamburger Hafen keine neuen Containerliegeplätze benötigt, sollten dafür auch keine Fläche mehr freigehalten werden. Wir fordern deshalb, das Gebiet hinter dem Elbwald freizugeben und zu einem Mischwald aufzuforsten.“ Der renommierte Umweltgutachter Markus Mössel hat für den Verein ein Konzept entwickelt, das vorsieht, in dem Industriegebiet Waltershof ein ökologisch optimal ausbalanciertes Biotop zu schaffen. Diese grüne Lunge zwischen Containerhafen und Airbus-Werk hätte eine wichtige Funktion zur CO2-, Feinstaub- und Schadstoffbindung und würde perspektivisch täglich rund sechs Millionen Liter Sauerstoff produzieren. Der aufgeforstete Elbwald wäre somit ein wichtiger Beitrag, um die im Hamburger Koalitionsvertrag für die jetzige Legislaturperiode festgelegte Baumförderung umzusetzen und die im Volksentscheid vom Oktober 2025 beschlossenen Klimaziele zu erreichen. Da absehbar ist, dass die Volkspetition Elbwald retten in den nächsten Wochen die erforderliche Menge von 10.000 Unterschriften erreicht, wird die Hamburgische Bürgerschaft sich nach der Sommerpause mit den Plänen zu Erhalt und Erweiterung der das Elbufer säumenden Bäume beschäftigen müssen.

