Was den Hype um Barfußschuhe ausmacht – Silvia Brindlmayer im Interview
30.06.2026
Dabei hat sich der Blick auf Schuhe längst verschoben. Sneaker haben den Sprung von der Freizeit in Business- und teils sogar Abendlooks geschafft. Selbst ehemals reine Gesundheitsschuhe wie Birkenstocks sind auf den Runways angekommen und werden sogar zu Hochzeitsmode inszeniert. Bequemlichkeit nicht als Gegenentwurf zur Ästhetik, sondern als ein Teil davon.
Silvia Brindlmayer denkt diesen Wandel weiter. Sie ist Co-Founder und CEO von BLUSUN und prägt dort das Design. Ihr Ansatz ist es, vom Fuß aus zu denken, statt gegen ihn zu entwerfen, und trotzdem die Ästhetik im Auge zu behalten. Den Füßen zuliebe soll das, was früher nach „Gesundheitsschuh“ aussah, zunehmend zu einem selbstverständlichen Teil unserer Styles werden. Vielleicht sogar mit dem Potenzial, den klassischen Sneaker im Alltag abzulösen?
Im Interview mit PlusPerfekt - Magazin für Diversity in Fashion, Trends & LifeStyle - spricht Silvia über Fußgesundheit, über Design als Balanceakt und über die neue Selbstverständlichkeit von Barfußschuhen.
Silvia, trägst Du ab und zu High Heels?Silvia: Ich trage keine High Heels. Ich liebe Schuhe und gutes Design, aber für mich muss ein Schuh heute mehr können, als nur gut aussehen. Er soll den Fuß nicht einengen, sondern ihm Raum geben und natürliche Bewegung zulassen.
Wie ist die Idee zu BLUSUN entstanden?
Silvia:
Mich hat schon lange beschäftigt, warum man sich beim Schuh oft zwischen Funktion und Ästhetik entscheiden soll. Genau daraus ist die Idee zu BLUSUN entstanden: Schuhe zu entwickeln, die den Fuß respektieren und trotzdem modern, hochwertig und alltagstauglich aussehen. Es war weniger ein einziger Moment als vielmehr die klare Überzeugung: Das muss auch anders gehen.
Was fasziniert Dich an der Idee des Barfußgehens?
Silvia:
Mich fasziniert, dass der Fuß ein hochkomplexes Bewegungs- und Sinnesorgan ist und wir das im Alltag oft vergessen. Barfußgehen oder barfußnahes Gehen bringt uns wieder näher an diese natürliche Funktion heran: mehr Wahrnehmung, mehr Eigenaktivität, mehr Bewusstsein für Bewegung.
Silvia:
Viele Menschen spüren zunächst vor allem eines: mehr Bodenkontakt und mehr Training für die Füße. Das heißt, der Fuß wird wieder aktiver, die Zehen haben mehr Platz, und auch die Muskulatur in Fuß und Wade wird stärker gefordert. Genau deshalb ist ein langsamer Einstieg wichtig. Studien deuten darauf hin, dass regelmäßiges Tragen minimalistischer Schuhe die Fußmuskulatur stärken kann, aber die Umstellung sollte schrittweise erfolgen.
Ob Barfußschuhe Einlagen ersetzen können und vieles mehr im ausführlichen Interview über Barfußschuhe auf PlusPerfekt.de
Portrait:
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