Pressemitteilungen DeutschlandPresseportal & Content Aggregator
RFID Konsortium: 5 RFID-Trends 2026
02.12.2

Trend # 1: RFID und Künstliche Intelligenz (KI) 

 

Der Trend, RFID-Technologie mithilfe Künstlicher Intelligenz noch leistungsfähiger zu machen und vor allem neue Anwendungsfelder zu erschließen, setzt sich auch 2026 fort. RFID eignet sich ideal, um im Feld Big Data zu generieren, die für das Training von Machine-Learning-Modellen benötigt werden. Gleichzeitig ermöglicht RFID die Standardisierung von Datenflüssen und erreicht in Kombination mit KI, insbesondere bei der Datenbereinigung durch selektives Filtern, ein neues Qualitätsniveau. Unternehmen haben dadurch die Chance, ausschließlich die tatsächlich benötigten Daten in ihre übergeordneten Systeme zu überführen. Diese Form der intelligenten Datenweitergabe beschleunigt und automatisiert Prozesse, ohne zusätzlichen Aufwand. Innovative RFID-Integrations- und Managementsysteme mit KI-Unterstützung erfassen Daten an stationären Readern, RFID-Gates oder RFID-Tunneln Daten, filtern diese passgenau für die angebundene IT-Systeme und geben exakt definierte Datentelegramme an WMS oder andere Backendsysteme weiter. Im Shopfloor können dabei mehrere Lesestationen durch Schwarmintelligenz miteinander interagieren. KI verbessert permanent die Filter- und somit Ergebnisqualität. Dieser Trend umfasst nicht nur die intelligente Datenerfassung, -weitergabe und -analyse, sondern auch das Management der kompletten RFID-Hardware-Infrastruktur. Ziel ist es, die Komplexität von RFID durch Künstliche Intelligenz so weit zu reduzieren, dass Anwendungen in Logistik, Produktion und Handel deutlich einfacher umgesetzt werden können – bei gleichzeitig stark verkürzten Projektlaufzeiten. 

 

Trend # 2: RFID in Kreislaufsystemen (Shared Economy)

 

Das Konzept der Shared Economy zur nachhaltigen Ressourcenwirtschaft ist mit einer Reihe von Maßnahmen im Koalitionsvertrag der Bundesregierung verankert. Zudem soll der Digitale Produktpass als EU-Verordnung zur ökologischen Kreislaufwirtschaft umgesetzt werden. Ab 2026 ff. werden mehr Rohstoffe verpflichtend in eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft zurückgeführt werden müssen – auch um Lieferketten unabhängiger und resilienter aufzustellen. RFID wird dabei eine der führenden Technologien sein, um Produkte in einem Kreislaufmodell digital abzubilden. Das Konzept „Reuse, Repair, Recycle“ erfordert eine Auto-ID-Technologie, die Rohstoffe bereits vor dem Herstellungsprozess eindeutig identifiziert, das Fertigprodukt entlang der Lieferkette nachverfolgt und über den gesamten Produktlebenszyklus bis zum End-of-Life und anschließendem Recyclingprozess, abbildet – ohne manuellen Mehraufwand. Mit den regulatorischen Anforderungen steigt die Anzahl der benötigten Datenpunkte, um Daten automatisiert entlang der Supply Chain zu erfassen und weiterzugeben. Parallel dazu treibt der gesellschaftliche Trend zur Wiederverwendung Geschäftsmodelle voran, die ihren Fokus zunehmend auf Verleih statt Verkauf legen. Unternehmen, die Verleihartikel wie Büromöbel oder Eventequipment durch alle Supply-Chain-Prozesse führen, gewinnen mit RFID lückenlose Transparenz – einschließlich zu Status und Zustand jedes einzelnen Artikels. Der Trend zur Kreislaufwirtschaft umfasst darüber hinaus den Nachweis fairer Arbeitsbedingungen, nachhaltiger Rohstoffe und dokumentierter Transportwege. RFID ermöglicht auf kleinster, der sogenannten Item-Ebene, die Serialisierung einzelner Objekte und kann in Kombination mit verbraucherfreundlichen QR-Codes umfassende Informationen über ein Produkt geben. Ein Trend, der sowohl gesetzlich als auch gesellschaftlich getrieben ist.

 

Trend # 3: Chiplose RFID-Transponder - ressourcenschonend konzipiert

 

Auch im Bereich der Transponder-Materialien gewinnt das Thema Nachhaltigkeit weiter an Bedeutung. Chiplose RFID-Technologien verzichten auf den klassischen Mikrochip und nutzen stattdessen Antennenstrukturen, die Funksignale empfangen und reflektieren. Sie sind recyclingfähig und biologisch abbaubar. Gleichzeitig werden neue RFID-Transponder immer sensitiver. Darüber hinaus lassen sie sich in neuen Umgebungen einsetzen, bspw. wenn sie mikrowellengeeignet sind. Dadurch lassen sich neue Prozesse mit RFID erschließen. Entsprechend vielfältig sind ihre Einsatzbereiche, etwa in Logistik, Verpackung und Plagiatschutz.

 

Trend # 4: Sicherheit und Datenschutz

 

Mit der Zunahme von Cyberattacken und wirtschaftlicher Sabotagebedrohung steigt die Notwendigkeit, RFID-Lösungen durch effiziente Datenverschlüsselung und Zugriffskontrollen zu verbessern. Insbesondere im Automotive-Sektor ist die Nachfrage nach verschlüsselten Transpondern im HF und UHF-Bereich stark gestiegen. Eine Tendenz, die sich 2026 ff. fortsetzen wird. Neue Standards und Protokolle zielen darauf ab, Manipulationen und unbefugtes Auslesen von RFID-Daten zu verhindern. Eine zentrale Rolle spielt dabei die kryptografische Challenge-Response-Authentifizierung gemäß ISO/IEC 29167. Bei diesem Verfahren sendet der Reader eine zufällige „Challenge“, etwa eine Zufallszahl an den Transponder. Mithilfe eines geheimen Schlüssels verarbeitet der Chip diese Information und sendet das Ergebnis als „Response“ zurück. Der Reader führt dieselbe Berechnung durch und vergleicht die Ergebnisse, um die Echtheit des Chips zu prüfen, ohne das Geheimnis preiszugeben. Auf diese Weise lassen sich einfache Klon-Angriffe verhindern; häufig werden zusätzlich Session-Keys zur Verschlüsselung der weiteren Kommunikation erzeugt. Mit dem Einsatz hochsicherer RFID-Tags kommt auch eine neue Generation von Readern auf den Markt. 

 

Trend # 5: RFID Smart Packaging 

 

Der Einsatz von RFID-Technologie im Smart Packaging wird 2026 ff. weiter ausgebaut, um Verpackungen interaktiv und rückverfolgbar zu gestalten – ein Plus für Nachhaltigkeit und Verbraucherschutz. Laut einer Studie von Fortune Business Insights wird für den Zeitraum von 2025 bis 2032 ein Marktvolumen von 26,06 Mrd. USD prognostiziert, was die wachsende Relevanz dieser Technologie unterstreicht. Der Trend bietet drei zentrale Vorteile: Erstens die Lieferkettenoptimierung: RFID ermöglicht die automatische und kontaktlose Verfolgung von Produkten über die gesamte Supply Chain. Zweitens die Echtzeit-Interaktion mit Endkunden: Durch die Integration von RFID in die Verpackung können Marken während des Transportwegs mit Konsumenten interagieren (Customer Engagement). Drittens erlaubt RFID Smart Packaging die Zustandsüberwachung, etwa in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, indem Informationen zu Frische und Temperatur erfasst werden.

 

Autor: Dominik Steickert, Entwicklungsleiter beim RFID Konsortium 

 

 

Portrait:

Das RFID Konsortium ist Full-Service-Lösungsanbieter für Auto-ID und Digitalisierungsprojekte. Seit 2008 entwickelt und implementiert der Systemintegrator aus dem hessischen Friedberg vornehmlich RFID-Lösungen für mittelständische und große Kunden im In- und Ausland. Bis heute zählen über 100 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen zu den Referenzen. Mit neun AutoID ItemFlow Softwaremodulen stellt das RFID Konsortium frei kombinierbare Bausteine zur Verfügung, die  intralogistische Prozesse wie Track & Trace, Wareneingang/-ausgang, Lagerung, Inventur, Kommissionierung, Auslieferung, Qualitätssicherung, Instandhaltung & Wartung sowie der Nachschubsteuerung optimieren. Zum Portfolio zählt auch die SmartMove RFID Gate Familie, bestehend aus RFID-Torlösungen für den stationären, mobilen und KI-gestützten Einsatz. Ziel ist es, Prozesse fehlerfrei abzubilden - bei vertretbaren Kosten und mit einem schnellen Return-on-Investment (ROI). Ohne Mehraufwand lassen sich so wertschöpfende Daten generieren. Mithilfe der eigenen RFID Integrations- und Management-Plattform AutoID SmartMove werden diese Daten, KI-gefiltert und zielgerichtet in übergeordnete Systeme, z. B. WMS, ERP, u. a. überführt. Kunden entscheiden sich für den Einsatz von RFID, um Prozesse zu digitalisieren, folglich effizienter zu wirtschaften und wettbewerbsfähig am Markt zu agieren. Das RFID Konsortium liefert einen ganzheitlichen Ansatz aus einer Hand: Von der Prozessberatung über eine sechs-Phasen-Projektumsetzung („RF KonSys Strategie“) bis zur Anbindung an die internen IT-Systeme. Bei der Hardware kommen je nach Kunden-Szenario hochwertige Reader, Transponder, Drucker und Mobile Devices namhafter Hersteller zum Einsatz. Weitere Informationen unter: www.rfid-konsortium.de RFID Konsortium in Social Media: LinkedIn: www.linkedin.com/company/rfid-konsortium/ YouTube: www.youtube.com/@RFIDKonsortiumGmbH

Unternehmen:
RFID Konsortium


Kontakt:
Stemmermannn - Text & PR
Tanja Kaak

Hinter dem Rathaus 1
23966 Wismar

+49 (0)151 54 61 86 84
info(at)stemmermann-pr.de
www.stemmermann-pr.de