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KI: Bedrohung für Berufseinsteiger:innen
20.11.2025
Eschborn, November 2025 - Automatisierung, die Verschlankung von Prozessen und Effizienzgewinne - die vermeintlichen Vorteile von Künstlicher Intelligenz (KI) können schnell zum Nachteil für Arbeitnehmende werden, wenn sie durch KI-Systeme ihre Daseinsberechtigung verlieren. Ist KI Chance oder Bedrohung für Arbeitnehmende? Dafür hat Randstad 91,5 Millionen Stellenanzeigen weltweit im Zeitraum von Januar 2024 bis Mai 2025 ausgewertet.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick (nach Anzahl der Stellen):

0 - 2 Jahre Berufserfahrung: - 30 % Stellenanzeigen
3 - 5 Jahre Berufserfahrung: - 14 % Stellenanzeigen
6 - 9 Jahre Berufserfahrung: - 4 % Stellenanzeigen
10 Jahre Berufserfahrung: - 4 % Stellenanzeigen.

In den Sektoren Tech und Finanzen ist diese Entwicklung besonders dramatisch. So gibt es laut den Studienergebnissen am Ende des Vergleichszeitraums zum Beispiel 32 % weniger Junior-Stellen für Softwareentwickler:innen und Softwareingenieur:innen, und 42 % weniger für Finanzanalyst:innen. Die Nachfrage der Arbeitgeber nach Maschinenbau-Ingenieur:innen (- 42 %) sowie Logistiker:innen und Lieferkettenspezialist:innen (- 36 %) mit wenig Vorerfahrung ging im Untersuchungszeitraum ebenfalls stark zurück.

"Das Potenzial für Automatisierung durch KI ist in vielen Branchen enorm - und Unternehmen weltweit machen offenbar reichlich Gebrauch davon, insbesondere bei Stellen, die klassisch von Absolvent:innen oder Auszubildenden besetzt werden. Und diese globale Entwicklung macht sich auch in Deutschland allmählich spürbar, wie wir in Befragungen unter Arbeitnehmenden sehen", sagt Susanne Wißfeld, Geschäftsführerin Business Innovations & Concepts bei Randstad Deutschland.

Jede:r Dritte macht sich Sorgen um Job - bei KI ist Weitsicht gefragt

43 % aller Beschäftigten in Deutschland machen sich Sorgen um die Auswirkungen von KI auf den eigenen Job, und fast die Hälfte (49 %) der Gen Z, wie eine parallel durchgeführte Befragung im Rahmen der Studie "Der Gen Z-Blueprint für die Arbeitswelt" unter Arbeitnehmenden zeigt. Dieser Wert spiegelt einen Anstieg von 12 % im Vergleich zu den Ergebnissen der Randstad Studie "Understanding Talent Scarcity: AI & Equity" aus 2024 wider - für die Gen Z sogar einen Anstieg von 14 %. Die Angst vor KI als "Jobkiller" nimmt demnach stark zu.

"Unternehmen hierzulande sollten bedenken: Eine Investition in Berufsanfänger:innen ist auch eine Investition in die eigene Zukunftsfähigkeit", fügt Susanne Wißfeld hinzu. "Die Arbeitnehmenden, die heute in Einstiegsstellen in Unternehmen durchstarten, sind die Seniors und Führungskräfte von morgen. Wer Arbeitskräfte langfristig an sich bindet, verringert den Rekrutierungsaufwand, schafft Beständigkeit in den Abteilungen und stärkt die eigene Arbeitgebermarke - und hebt sich von der Konkurrenz ab."

Über die Studie "Der Gen Z-Blueprint für die Arbeitswelt"

Die Studie hat die Ansichten und Perspektiven von Arbeitnehmenden in Europa, im asiatisch-pazifischen Raum und in Nordamerika untersucht. Sie basiert auf Befragungen, die zwischen dem 30. Juni und dem 14. Juli 2025 mit 11.250 Teilnehmenden in 15 Ländern durchgeführt wurden. In Deutschland sind 500 Arbeitnehmende der Gen Z und 250 weitere Arbeitnehmende anderer Alterskohorten befragt worden. Für die Umfrage arbeitete Randstad mit Evalueserve zusammen, einem globalen Forschungs- und Analyseunternehmen.

Über den Randstad Report "Understanding talent scarcity: AI & Equity"

Die Studie "Understanding Talent Scarcity: AI & Equity" von Randstad befasst sich mit Chancengerechtigkeit am Arbeitsplatz, in besonderem Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz (KI). Grundlage der Studie ist eine Befragung unter mehr als 12.000 Arbeitnehmenden in 15 Märkten. darunter 800 in Deutschland (davon 200 Menschen mit Behinderung) ergänzt durch die sekundäre Auswertung von mehr als drei Millionen Jobprofilen weltweit im Zeitraum von September 2023 bis September 2024. Für die Durchführung der Umfrage hat Randstad mit Evalueserve, einem globalen Forschungs- und Analyseunternehmen, zusammengearbeitet.
Portrait:

Randstad ist Deutschlands führender Personaldienstleister. Wir helfen Unternehmen und Arbeitnehmern dabei, ihr Potenzial zu verwirklichen, indem wir unsere technologische Kompetenz mit unserem Gespür für Menschen verbinden. Wir nennen dieses Prinzip human forward. In der Randstad Gruppe Deutschland sind wir mit 47.350 Mitarbeitern und rund 530 Niederlassungen in 300 Städten ansässig. Unser Umsatzvolumen umfasst rund 2,014 Milliarden Euro (2022). Neben der klassischen Zeitarbeit zählen die Geschäftsbereiche Professional Services, Personalvermittlung, HR Lösungen und Inhouse Services zu unserem Portfolio. Wir schaffen als erfahrener und vertrauensvoller Partner passgenaue Personallösungen für unsere Kundenunternehmen. Unsere individuellen Leistungs- und Entwicklungsangebote für Mitarbeiter und Bewerber machen uns auch für Fach- und Führungskräfte zu einem attraktiven Arbeitgeber und Dienstleister. Seit über 50 Jahren in Deutschland aktiv, gehören wir mit der Randstad Gruppe Deutschland zur niederländischen Randstad N.V. Ein Gesamtumsatz von rund 27,6 Milliarden Euro (Jahr 2022), rund 662.200 Mitarbeiter im täglichen Einsatz und rund 4.900 Niederlassungen in 39 Märkten machen unseren internationalen Unternehmenskonzern zum größten Personaldienstleister weltweit. Zu unseren nationalen Zweigstellen gehören neben der Randstad Deutschland GmbH & Co KG außerdem die Unternehmen Tempo Team, Gulp, Monster, twago, Randstad Sourceright, Randstad Outsourcing GmbH sowie Randstad Automotive und Randstad Financial Services. CEO ist Richard Jager.

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