Eschborn, Februar 2025 - Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion stehen bei vielen Unternehmen ganz oben auf der Agenda - zumindest in der Theorie. Laut dem aktuellen Randstad Trendreport zur Chancengerechtigkeit erkennen 68 % der Unternehmen an, dass sie eine aktive Rolle dabei spielen müssen, Chancengerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt herzustellen. Doch wenn es um die tatsächliche Umsetzung geht, klaffen Anspruch und Realität weit auseinander: Nur 47 % der Unternehmen ergreifen konkrete Maßnahmen, um die Teilhabe und Chancen aller Mitarbeitenden zu fördern.
"Chancengerechtigkeit bedeutet, dass alle Talente gleiche Chancen in der Arbeitswelt haben - unabhängig von Herkunft, Bildung oder körperlichen Voraussetzungen", betont Verena Menne, Director Group HR bei Randstad Deutschland. "Doch diese Realität ist in vielen Unternehmen noch nicht gegeben. Wer dem Fachkräftemangel entgegenwirken will, muss aktiv daran arbeiten, Hürden für benachteiligte Gruppen abzubauen, und jeden Menschen bestmöglich fördern."
Menschen mit Behinderung und gering qualifizierte Talente besonders betroffen von fehlender Förderung
Auch wenn sich viele Unternehmen Diversity auf ihre Fahnen schreiben, bleiben gerade jene Gruppen, die besondere Unterstützung brauchen, oft außen vor:
- 69 % der Unternehmen sehen Handlungsbedarf bei der Förderung von Menschen mit Behinderung - doch konkrete Programme sind noch selten.
- 55 % der Unternehmen erkennen, dass Menschen mit geringerer Bildung beim Einstieg benachteiligt sind, aber es fehlt an gezielten Qualifizierungs- und Mentoring-Initiativen.
- 49 % der Erwerbstätigen in Deutschland, die sich zu einer Minderheit zählen, berichten, dass sie aufgrund ihrer Identität auf Hindernisse im Beruf gestoßen sind.
"Die Zahlen zeigen deutlich: Viele Unternehmen sind sich ihrer Verantwortung bewusst, setzen aber noch zu wenige konkrete Maßnahmen um", so Verena Menne. "Dabei gibt es bewährte Strategien, um mehr Teilhabe in der Arbeitswelt zu ermöglichen."
Von Recruiting bis Weiterbildung: So fördern Unternehmen Chancengerechtigkeit aktiv
Der Randstad Trendreport #4 zeigt, welche Maßnahmen Unternehmen ergreifen können, um Chancengleichheit für ihre Beschäftigten zu verwirklichen:
Flexible Arbeitsmodelle nutzen: Hybrides Arbeiten, individuelle Arbeitszeiten und Homeoffice können es beispielsweise Menschen mit Behinderung erleichtern, ihre beruflichen Potenziale voll auszuschöpfen.
Inklusives Recruiting verbessern: Unternehmen können ihre Bewerbungsprozesse barrierefreier gestalten und gezielt auf unterrepräsentierte Gruppen zugehen.
KI als Inklusionsbooster einsetzen: Laut Randstad nutzen Menschen mit Behinderung KI doppelt so häufig bei der Jobsuche wie andere Gruppen (53 % vs. 27 %) - digitale Tools können einen großen Beitrag zur Chancengleichheit leisten.
Weiterbildung gezielt für benachteiligte Gruppen öffnen: 55 % der Unternehmen sehen Handlungsbedarf bei der Förderung von gering qualifizierten Talenten - durch gezielte Qualifizierungsangebote kann das gelingen.
"Chancengleichheit sollte fest in den Werten von Arbeitgebern verankert und eine erlebte Unternehmensstrategie sein", sagt Verena Menne. "Unternehmen, die jetzt gezielt in Diversität und Inklusion investieren, werden langfristig erfolgreicher sein - weil sie aus dem gesamten Talentpool schöpfen können."
Welche weiteren Maßnahmen Unternehmen für mehr Chancengerechtigkeit ergreifen können, zeigt der Randstad Trendreport #4. Neben Best Practices aus der Wirtschaft liefert er aktuelle Daten aus dem Randstad Arbeitsbarometer sowie der Randstad-ifo-Personalleiterbefragung und gibt praxisnahe Handlungsempfehlungen für Unternehmen, die ihre Arbeitsmodelle inklusiver gestalten möchten.
Der vollständige Trendreport steht unter folgendem Link zum Download bereit.
Über den Randstad Trendreport zur Chancengerechtigkeit
Die vorgestellten Ergebnisse stammen aus dem aktuellen Trendreport der mehrteiligen New Work Studie von Randstad. Diese befasst sich in mehreren Teilen mit der Frage, wie sich die neue Arbeitswelt weiterentwickelt. Der Trendreport #4 dieser Reihe setzt sich mit dem Thema Chancengerechtigkeit / Equity am Arbeitsmarkt auseinander und bietet Einblicke in konkrete Handlungsfelder für Unternehmen und Orientierung für Arbeitnehmer:innen und Bewerber:innen. Die inhaltliche Grundlage für den Trendreport bilden mehrere Untersuchungen und Umfragen, die in regelmäßigen Abstand im Auftrag von Randstad durchgeführt wurden, wie das Randstad Arbeitsbarometer und die Randstad-ifo-Personalleiterbefragung sowie Einschätzungen anerkannter Expert:innen in der Welt der Arbeit.
Randstad ist Deutschlands führender Personaldienstleister. Wir helfen Unternehmen und Arbeitnehmern dabei, ihr Potenzial zu verwirklichen, indem wir unsere technologische Kompetenz mit unserem Gespür für Menschen verbinden. Wir nennen dieses Prinzip human forward. In der Randstad Gruppe Deutschland sind wir mit 47.350 Mitarbeitern und rund 530 Niederlassungen in 300 Städten ansässig. Unser Umsatzvolumen umfasst rund 2,014 Milliarden Euro (2022). Neben der klassischen Zeitarbeit zählen die Geschäftsbereiche Professional Services, Personalvermittlung, HR Lösungen und Inhouse Services zu unserem Portfolio. Wir schaffen als erfahrener und vertrauensvoller Partner passgenaue Personallösungen für unsere Kundenunternehmen. Unsere individuellen Leistungs- und Entwicklungsangebote für Mitarbeiter und Bewerber machen uns auch für Fach- und Führungskräfte zu einem attraktiven Arbeitgeber und Dienstleister. Seit über 50 Jahren in Deutschland aktiv, gehören wir mit der Randstad Gruppe Deutschland zur niederländischen Randstad N.V. Ein Gesamtumsatz von rund 27,6 Milliarden Euro (Jahr 2022), rund 662.200 Mitarbeiter im täglichen Einsatz und rund 4.900 Niederlassungen in 39 Märkten machen unseren internationalen Unternehmenskonzern zum größten Personaldienstleister weltweit. Zu unseren nationalen Zweigstellen gehören neben der Randstad Deutschland GmbH & Co KG außerdem die Unternehmen Tempo Team, Gulp, Monster, twago, Randstad Sourceright, Randstad Outsourcing GmbH sowie Randstad Automotive und Randstad Financial Services. CEO ist Richard Jager.






