Ministerpräsident Michael Kretschmer besucht Standort der enviaM-Gruppe in Grimma
27.06.2024
"Eine zuverlässige Energieversorgung ist das Rückgrat für unseren Alltag und unsere Wirtschaft. Die Menschen, die tagtäglich daran arbeiten, die dafür notwendige Infrastruktur zu erhalten und zu verbessern, tragen eine enorme Verantwortung. Sie sorgen dafür, dass unser Leben reibungslos funktioniert. Es braucht leistungsfähige und intelligente Energie- und Verteilernetze, um die Energiewende umzusetzen. Zugleich müssen die Netzentgelte und der Strompreis für alle bezahlbar bleiben, um die gesellschaftliche Akzeptanz für erneuerbare Energien zu erhalten", sagt der Ministerpräsident bei einem Rundgang durch die Leistungsschau der Unternehmen.
Die Mitarbeitenden der Netzbetreiber gaben Einblicke unter anderem in Projekte zur Digitalisierung, digitale Ortsnetzstationen, Netzersatzanlagen, Kabelmesswagen mit Prüfstrecke, Hubsteiger sowie der Einsatz von Drohnen, Arbeiten unter Spannung und ein Provisorium für Umspannwerke (sogenannte Schaltcontainer).
Stephan Lowis, Vorstandsvorsitzender von enviaM, Christine Janssen, kaufmännische Geschäftsführerin und Dirk Sattur, technischer Geschäftsführer von MITNETZ STROM und GAS, stellten vor allem die Transformation der Energiebranche zur Klimaneutralität und die dazu beitragenden Mitarbeitenden in den Mittelpunkt. Dabei zeigten sie auf, dass die Verteilnetze in Sachsen eine wichtige Rolle spielen. Der Anteil erneuerbarer Energien am Endkundenabsatz liegt in Sachsen aktuell bei rund 60 Prozent. Das liegt über dem Bundesdurchschnitt. "Hat aber noch Luft nach oben und mit Blick auf die Ziele des Osterpakets werden zahlreiche weitere erneuerbare Energie-Anlagen an das Stromnetz angeschlossen. Erneuerbare Energien sind ein entscheidender Standortvorteil für bestehende und zukünftige Unternehmensansiedlungen. Sie bieten Chancen für die Industrie und Wirtschaft auch in Sachsen", sagt Lowis.
"Mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Verteilnetze gehen immense Investitionen einher. Dafür brauchen wir nicht nur Fachkräfte, Material und Dienstleister, sondern auch digitale, schnellere Verfahren und insbesondere für kleinere Maßnahmen auf Bestandstrassen eine Genehmigungsfreiheit", ergänzt Sattur.
Die Verteilnetzbetreiber begegnen den Herausforderungen mit über 200 neu geschaffenen Stellen, der Sicherung von Lieferketten durch enge Bindung von Partnerfirmen und der Weiterentwicklung von IT-Lösungen sowie dem Einsatz neuer Technologien. Ein Beispiel dafür ist, den digitalen Zwilling von Hochspannungsnetzen und Umspannwerken voranzutreiben. Dies hilft nicht nur im Betriebs-, Bau- und Planungsprozess, sondern auch bei der Weiterentwicklung von automatisierten Flugschemen für Drohnen im Rahmen der Netzzustandsüberwachung.
"Die enviaM-Gruppe zeigt, wie die Energiewende im Verteilnetz in Ostdeutschland aussehen kann. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Gestaltung unserer Energiezukunft", lobte Kretschmer abschließend in Gesprächen mit den Mitarbeitenden.
Portrait:
Die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH (MITNETZ STROM) mit Sitz in Kabelsketal ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM). Als größter regionaler Verteilnetzbetreiber in Ostdeutschland ist MITNETZ STROM unter anderem für Planung, Betrieb und Vermarktung des enviaM-Stromnetzes verantwortlich. MITNETZ STROM betreut das Stromverteilnetz über Teile der Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf einer Länge von fast 73.000 Kilometern. Das Unternehmen investiert jährlich rund 300 Millionen Euro in das Verteilnetz. Bis 2030 kommen insgesamt mehr als 150 Millionen Euro für die Digitalisierung und Smartifizierung hinzu.





