Pressemitteilungen DeutschlandPresseportal & Content Aggregator
Miningscout zu Balkan Mining & Minerals: In Nordamerika entsteht eine eigene Lieferkette für EV-Batterien
25.08.2023

In Nordamerika arbeiten Autohersteller und Bergbauunternehmen Hand in Hand mit den Regierungen Kanadas und der USA am Aufbau von Lieferketten für Elektrofahrzeuge. Vom Abbau wichtiger Batteriemetalle wie Lithium bis zur Herstellung der Batterien sollen alle Prozesse unabhängig von China ablaufen.

Der australische Lithium Explorer Balkan Mining And Minerals (ASX: BMM, WKN: A3C28E, ISIN: AU0000157455) vermeldete Anfang August grünes Licht vom Bergbauministerium in Ontario: Die Explorationslizenz für das Lithiumprojekt Gorge wurde vergeben.

Was im Vorstand die Sektkorken knallen lassen dürfte, ist in diesen Tagen kein Einzelfall. In Kanada und den USA ist eine enorme Aktivität im Bereich der Lieferkette für EV-Batterien zu beobachten. Sehr weit vorn in dieser Kette stehen die Produzenten des Batteriemetalls Lithium, zu denen auch Balkan Mining und Minerals in einigen Jahren gehören will. Am anderen Ende der Lieferkette stehen Batterie- und Fahrzeughersteller. Und die fahren in Nordamerika gerade mächtige Geschütze auf.

Suche nach Lithium läuft auf Hochtouren

Der Automobilhersteller Stellantis verkündete im August eine Investition über 100 Millionen US-Dollar in das Hells Kitchen-Projekt von Controlled Thermal Resources Holdings in Kalifornien. Dieses geothermische Lithiumprojekt soll das größte der Welt werden und jährlich bis zu 300.000 Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent (LCE) produzieren. Auch General Motors gehört den Kunden von CTR.

Fast zeitgleich verkündete Ford Motor zusammen mit EcoProBM und SK On den Bau einer Produktionsanlage für Batteriematerialien in Bécancour in Quebec. Unterstützt wird das Konsortium durch die kanadische Bundesregierung und die Regierung von Quebec, die jeweils 322 Mio. USD beisteuern.

François-Philippe Champagne, Kanadas Minister für Innovation, Wissenschaft und Industrie, zeigte sich zufrieden mit der Vereinbarung. Diese Investition zeigt einmal mehr, dass Kanada der grüne strategische Partner der Wahl für weltweit führende Unternehmen der Automobilindustrie ist. Die Investition stärke die Schlüsselposition Quebecs in der Lieferkette für Elektrofahrzeuge.

Regionen in Kanada gelten unter Geologen als Hotspots

Für Geologen sind Projekte wie Gorge aus mehreren Gründen interessant. Zum einen liegt das gut 451 km2 große Gebiet in einem Umfeld, in dem auch andere ertragreiche Lagerstätten gefunden wurden. Zum anderen ist schon seit Mitte der 1950er die Existenz zweier Pegmatite bekannt, die Nelson und Koshman getauft wurden.

Frühere Stichproben hatten auf Lithiumwerte von bis zu 3,22 % Li2O (durchschnittlich 2,24 % Li2O) ergeben. Bereits bei der Due Diligence im Rahmen der Übernahme für das Projekt stieß das Explorationsteam auf noch höhere Gehalte mit Li2O-Werten über 3,78 %, wobei die beiden höchsten Ergebnisse 5,75 % und 6,80 % erreichten Schlitzproben aus den Pegmatitvorkommen Koshman und Nelson bestätigten das Potenzial. Mit der Explorationslizenz rückt das Projekt in den Club der Lithium-Lagerstätten auf, die schon in wenigen Jahren zu den Lieferanten der Autoindustrie zählen könnten.

Auch Kobalt und Seltene Erden werden politisch gefördert

Doch es geht nicht nur um Lithium: Stellantis arbeitet zudem mit Hochdruck am Aufbau einer Seltenerdproduktion in den USA. Anfang Juli wurde mit NioCorp Developments eine vorläufige Vereinbarung über den Zugang zu Seltenerdprodukten aus der Mine des Unternehmens im Bundesstaat Nebraska unterzeichnet. Geliefert werden sollen Neodym-Praseodym, Dysprosium und Terbiumoxid.

Im Herbst 2022 eröffnete in den USA die erste Kobaltmine seit 30 Jahren. Das australische Unternehmen Jervois Global Ltd will im US-Bundesstaat Idaho 2.000 t des Metalls pro Jahr produzieren.

MP Materials eröffnete vor einigen Jahren die Mine Mountain Pass an der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada. Die Lagerstätte gilt als eine der größten der Welt. Neben dem Rohstoffabbau werden jedoch weitere Teile der Wertschöpfungskette anvisiert: MP Materials baut eine Raffinerieanlage vor Ort und investiert zudem 700 Millionen USD in den Bau einer Magnetfabrik in Texas.

Die Politik in den USA unterstützt den Aufbau sicherer Lieferketten nachdrücklich. Mit dem Inflation Reduction Act wurden Steuervergünstigungen daran gebunden, dass Rohstoffgewinnung- und Weiterverarbeitung in den USA oder einem eng verbundenen Land stattfinden. Der Rare Earth Magnet Manufacturing Production Tax Credit Act sieht Steuergutschriften für die heimische Produktion von Seltenerdmagneten vor.

Südamerika wird zum unsicheren Pflaster

Es gibt gute Gründe für eine Konzentration der Lieferketten auf Nordamerika. Zum einen liegen lithiumreiche kanadische Regionen wie Ontario nicht weit entfernt von großen Autozentren wie Detroit - ein logistischer Vorteil.

Wichtiger jedoch: Die Region ist po

Kontakt:
Miningscout Nils Glasmachers Schönböckener Str. 28D 23556 Lübeck email : [email protected]