Während der Kupferpreis auf niedrigem Niveau vor sich hindümpelt, steigen die Importe aus China. Dort werden auch die Schmelzkapazitäten für Kupfer massiv ausgebaut. Für Analysten ist klar, dass die Nachfrage nach dem roten Metall das Angebot in den kommenden Jahren deutlich übersteigen wird. Hiervon profitieren Kupferproduzenten, aber auch Unternehmen, die derzeit Kupfervorkommen entwickeln. Dazu zählt auch Southern Hemisphere Mining.
Der Kupferpreis stabilisiert sich derzeit um die Marke von 8.300 US-Dollar je Tonne. Allerdings liegt die Notiz etwa zehn Prozent unter dem Niveau im Januar. Damals fachte die Hoffnung auf einen Boom in China die Fantasien von Händlern und Produzenten an. Schließlich hatte das Reich der Mitte erst wenige Wochen zuvor und völlig überraschend praktisch sämtliche Maßnahmen im Zusammenhang mit der Pandemie aufgehoben. Doch der erwartete Boom ließ auf sich warten und so enttäuscht die chinesische Wirtschaft bisher nicht nur am Kupfermarkt.
Allerdings zeigen sich die chinesischen Importeure mal wieder von ihrer cleveren Seite. Wie in den vergangenen Jahren ziehen die Kupferimporte auf diesem eher niedrigen Preisniveau an. Dabei stiegen im Mai laut chinesischen Handelsdaten die Importe von raffiniertem Kupfer wie auch Kupfererz deutlich gegenüber dem April. Da die chinesischen Industriedaten schwach ausfielen, deutet vieles darauf hin, dass in China wieder die Läger aufgefüllt werden. Allerdings besteht hier noch viel Luft nach oben, denn die Importe lagen noch etwa 5 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Volle Lage dürften auch mit Blick auf die mittel- und langfristigen Aussichten nötig sein. Schon jetzt ist klar, dass der Kupfermarkt mindestens bis zum Ende dieses Jahrzehnts ein Angebotsdefizit aufweisen wird. Passend dazu veröffentlichte BHP, der größte Bergbaukonzern der Welt, seine Schätzungen in diesen Wochen. So schätzt das britisch-australische Unternehmen, dass bis 2030 Investitionen in Höhe von rund 250 Mrd. US-Dollar nötig sein werden, um die Nachfrage nach Kupfer zu stillen. Diese wiederum speist sich vor allem aus dem Wachstum der Erneuerbaren Energien und der Batterie- sowie Elektroautoindustrie. Was gerne vernachlässig wird, aber BHP jedes Jahr aufs Neue betont: Die Weltbevölkerung wächst, der Lebensstandard vielerorts steigt und das sorgt für eine stetig hohe Nachfrage und ein Marktwachstum.
In China sind solche Entwicklungen bekannt und so bereitet man sich auf der Verarbeitungsseite auf eine massiv steigende Nachfrage nach Kupfer vor. Fastmarket meldete jüngst, dass eine Welle von Investition zum Bau von neuen Kupferschmelzen durch das Land rolle. Allein bis 2026 sollen zwölf neue Anlagen entstehen. Die bestehenden Kapazitäten werden so um mindestens 3,4 Mio. Tonnen pro Jahr steigen. Selbst für chinesischen Verhältnisse sind das große Sprünge, wie der Blick auf die Daten der International Copper Study Group (ICSG) zeigt: Demnach hat das Land 2022 10,39 Mio. Tonnen raffiniertes Kupfer produziert.
Die neuen Schmelzen benötigen mehr Material. Als Daumenregel gilt: Für 3 Mio. Tonnen an Schmelzkapazität entspricht etwa 1,2 Mio. Tonnen an Kupferkonzentrat pro Jahr. Allerdings gibt es nicht viele Vorkommen, die derzeit entwickelt werden. Fastmarket-Analyst Andrew Cole glaubt, dass der Markt spätestens 2026 sehr eng werde. Spätestens in drei Jahren werde das Nachfragewachstum die Zugewinne bei der Minenproduktion deutlich übersteigen. Der Engpass lässt sich auch nicht schnell beheben, schließlich dauert es in der Regel zehn bis 15 Jahre, ehe ein Vorkommen in Produktion gebracht werden kann.
Von diesen Entwicklungen profitieren all jene Unternehmen, die ein großes Kupfervorkommen bereits entwickeln. Dazu zählt auch Southern Hemisphere Mining. Das australische Unternehmen hat sich aussichtsreiche Kupfervorkommen in Chile gesichert. Southern Hemisphere Mining konzentriert sich sich auf sein Flaggschiffprojekt Llahuin. Das Projekt verfügt bereits heute über eine Mineralressource von 169 Millionen Tonnen mit einem Gehalt von 0,4 % Kupferäquivalent. Mehr als 90 Prozent der Ressource fallen dabei in die höhere Kategorie Measured & Indicated. Das Ziel des Unternehmens ist es, die Ressource auf 300 Millionen Tonnen Erz zu erhöhen, um dann eine Vormachbarkeitsstudie für das gesamte Projekt zu veröffentlichen. Dies soll durch die Exploration von weiteren Bohrgebieten gelingen, die außerhalb der bekannten Ressource liegen.
Das Potenzial der Liegenschaft ist gewaltig. Mit Cerro- Ferro und dem Southern Porphory-Porphyr wurden bereits zwei aussichtsreiche Gebiete identifiziert, die nun exploriert werden sollen. Darüber hinaus steigen die Kupfergehalte mit zunehmender Tiefe, so dass sich hier weitere Bohrungen lohnen. Weiterer Vorteil: Die Mineralisierung des Kupfers beginnt auf der Lagerstätte bereits direkt an der Oberfläche. Das lässt auf einen kostengünstigen Abbau im Tagebau in der Zukunft s
Dr. Reuter Investor Relations - Kupfer: China baut seine Kapazitäten massiv aus!
19.06.2023

