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VMF: Mobilität teurer - Nachfragekrise erwartet
05.05.2023
Wiesbaden, Mai 2023. Beim 15. Branchenforum des Verbandes markenunabhängiger Mobilitäts- und Fuhrparkmanagementgesellschaften e. V. (VMF) war die Industrialisierung des Gebrauchtwagenmarktes das Schwerpunktthema. Der Verband präsentiert, analysiert und diskutiert mit Mitgliedern und Premiumpartnern bei den Branchenforen regelmäßig die wichtigsten Zukunftsthemen, die den gemeinsamen Markt bewegen und verändern werden. "Im automobilen Ökosystem findet ein gewaltiger Transformationsprozess statt und auch der Gebrauchtwagenmarkt verändert sich rapide", sagt Frank Hägele, Vorstandsvorsitzender des VMF. Zu Beginn machte Hägele nochmal deutlich mit welchen Einflussfaktoren die Branche sich 2022 auseinandersetzen musste: "Als viele Unternehmen noch die Wunden der Corona-Jahre behandelten, inklusive Lieferengpässen aufgrund von Chipmangel, sahen wir einen Krieg auf europäischem Boden, der zusätzlich die Lieferketten und auch die Energiepreise massiv beeinflusst hat". Im August 2022 folgte der "Inflation Reduction Act" (IRA) in den USA als weitere Herausforderung für deutsche und europäische Produktionsstandorte. Dazu drängten neue Hersteller aus China spürbar auf den Automarkt in Europa, vor allem mit Elektrofahrzeugen. Unter dem Strich ist der Einstieg in die individuelle Mobilität sowohl bei Neu- wie auch Gebrauchtwagen durch den Mix all dieser Faktoren teurer geworden: "Wir sehen bei Pkw höhere Verkaufspreise, weniger Nachlass, höhere Zinsbelastung, höhere Werkstatt- und Reifenpreise", so Hägele. Und das wird auch 2023 prägen. Trotz dieser Herausforderungen waren Hägele und VMF-Geschäftsstellenleiter Dieter Brandl in Wiesbaden zufrieden mit den Aktivitäten des VMF und den Ergebnissen des letzten Jahres. "Unsere Mitglieder und inzwischen 21 Premiumpartner sind allesamt Anbieter von Dienstleistungen rund um Mobilität mit entsprechendem Mehrwert für ihre Kunden", unterstreicht Brandl. Er sieht den Verband gut aufgestellt, wenn es darum geht, gemeinsam innovative Mobilitätslösungen auf den Weg zu bringen und aktiv an der Mobilitätswende mitzuarbeiten. "Wir gehen die strategisch wichtigen Themen systematisch an und klären die Handlungsoptionen", ergänzt Hägele. Prägende Veränderungen sieht er im Gebrauchtwagenmarkt. Daher hat der VMF den Markt intensiv analysieren lassen. Andreas Serra und Nils Weber von der Promotor XD Beratungsgesellschaft stellten die Ergebnisse der Studie zu Beginn des Branchenforums vor. Industrialisierung des Gebrauchtwagenmarktes Die technologischen Neuerungen, die Verpflichtung zur Ressourcenschonung und der Wandel der Konsumentenbedürfnisse werden den Automobilmarkt in den nächsten Jahren bestimmen, wie auch die Krisenjahre, die entsprechende Auswirkungen auf den Gebrauchtwagenmarkt hatten. Insbesondere das eingeschränkte Neuwagenangebot führte ab Mitte 2021 zu einem rapiden Preisanstieg für Gebrauchtwagen (+25,9 Prozent bis Januar 2023). Junge Gebrauchtwagen wurden als Ersatz für Neuwagen verstärkt nachgefragt. Auch die Listenneupreise sind von Dezember 2015 bis Januar 2023 um im Durchschnitt 42,8 Prozent gestiegen. "Das alles wird vor dem Hintergrund der Inflation, erst später steigenden Einkommen, längeren Nutzungszeiten durch weniger gefahrenen Kilometern, aber auch durch ein vorsichtiges Investitionsverhalten verunsicherter Unternehmen und Verbraucher zu einer geringeren Nachfrage führen", resümiert Andreas Serra, Geschäftsführer von Promotor. "The party is over", so Serra. Er erwartet 2023 eine Nachfrage-Krise auf dem Neu- und Gebrauchtwagenmarkt, die sich bis ins Jahr 2024 hineinzieht. Erst danach wird eine nachhaltige Erholung einsetzen. Der Autohandel, der vor allem 2022 gute Geschäfte gemacht und profitiert hat, wird sich einem Nachfrageeinbruch gegenübersehen. In der Folge wird das längere Standzeiten, steigende Kosten und Zinsbelastungen sowie sinkende Restwerte nach sich ziehen. Dazu kommt die neue Vertriebsausrichtung der Hersteller hin zum Agenturmodell, was zu einer herstellergesteuerten Preispolitik führen wird. Das alles wird Kostenstrukturen, Wettbewerbsvorteile und Produktportfolios verändern und es kann Werte für die beteiligten Unternehmen zerstören oder schaffen. Die Gebrauchtwagenwertschöpfungskette wird in wenigen Jahren nicht mehr ausschließlich von An- und Verkauf sowie Werkstattdienstleistungen vor Ort bestimmt. Besonders Unternehmen, die ihre Produkte und Dienstleistungen während der Nutzung von Pkw anbieten können, werden langfristig erfolgreicher sein, meint Serra. Neudefinition von "Order-to-Cash"-Prozessen Beim Handel mit Gebrauchtwagen, aber auch insgesamt werden ver
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VMF - Verband markenunabhängiger Mobilitäts- und Fuhrparkmanagementgesellschaften e. V. - ist Rat- und Impulsgeber im Mobilitätsmarkt heute und in Zukunft. Seit 1998 vereinen wir durch unsere Mitgliedsfirmen eine langjährige neutrale Erfahrung im Full-Service-Leasing und Fuhrparkmanagement und haben immer wieder neue Qualitätsstandards gesetzt. Unsere Mitglieder sind herstellerunabhängige Anbieter von Autoleasing sowie Mobilitäts- und Fuhrparkmanagement-Dienstleistungen wie z. B. Autovermietungen. Unsere Premiumpartner profitieren als Geschäftspartner branchennaher Service-Unternehmen vor allem durch unser starkes Business-Netzwerk.

Kontakt:
VMF – Verband markenunabhängiger Mobilitäts- und Fuhrparkmanagementgesellschaften e. V. / c/o Arval Bajuwarenring 5 82041 Oberhaching 089-74423400 www.vmf-verband.de