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MITARBEITERWÜSTE DEUTSCHLAND …. und die stille Revolution von unten
14.09.2022

Wer im Markt bestehen will, muss jeden einzelnen Mitarbeiter ins Zentrum jeglichen Handelns setzen. Denn wer als Mitarbeiter das Gefühl hat, dass sich die oberste Führungsebene Zeit nimmt, seine persönlichen Bedürfnisse zu erkennen und entsprechend zu agieren, ist zu allem bereit. Man gibt sein Bestes, und das schließt das persönliche Wissen mit ein.

Die neue Macht der Mitarbeiter!

Vorbei sind die Zeiten, in denen ein Mitarbeiter nur eine Nummer auf einem Lohnstreifen war. Ein Unternehmen mit 10.000 Mitarbeitern besteht heute aus ebenso vielen Individualisten, von denen sich jeder Einzelne für den Mittelpunkt der Welt hält, um den herum sich alles andere dreht. Daraus erwachsen Probleme: Einfühlungsvermögen des Teamleiters ist gefragt, damit das gemeinsame Ziel nicht durch
ständige Diskussionen bereits im Keim zu ersticken droht. Hohe Individualität schafft aber auch neue Chancen: Wer seine Ansprüche erfüllt sehen möchte, muss auch ein höheres Maß an Verantwortung schultern - nicht nur für sich selbst, sondern auch für seine Arbeit. Selbstständiges Denken wiederum ist eine Petrischale für neue Ideen, und wo neue Ideen miteinander kombiniert und Standardprozeduren hinterfragt werden, werden Ziele schneller erreicht. 
Das Kommunikationsbedürfnis jedes Einzelnen muss erkannt werden, und auch Kritik an den Ideen der Führungskräfte muss erlaubt sein. Ein Individualist, der das Gefühl hat, sich frei entfalten zu dürfen, muss nicht mehr motiviert werden: Er motiviert sich selbst. In einer solchen Unternehmenskultur wächst automatisch der Wettbewerb untereinander, und das wiederum führt zu noch höherer Produktivität. Wer fair behandelt wird, revanchiert sich zudem mit nahezu unbegrenzter Loyalität. Im Grunde genommen ist diese Situationsbeschreibung ein offenes Geheimnis. Sollte man meinen.

Was genau sind die Ursachen dieser unternehmerischen Einstellung? 
In erster Linie vermutlich die Tatsache, dass - gerade in großen Unternehmen, wo das Controlling Entscheidungen massiv beeinflusst - alles gemessen wird. Alles außer den Dingen, die wirklich zählen. Prozente, Quotienten und stochastische Werte geben uns ein Gefühl von Kontrolle und Sicherheit, Zahlen werden zu heiligen Kontrollinstrumenten. Doch das alles ist nur Illusion.

Culture Eats Strategy For Breakfast?

Unternehmenskultur ist das Geheimrezept, das immer funktioniert, aber nur selten Anwendung findet. Peter F. Drucker definierte das bereits vor vielen Jahren in einem Schlüsselsatz: Culture Eats Strategy For Breakfast. Und obwohl Unternehmenskultur nichts kostet, werden alle anderen Wege beschritten, deren Kosten erst einmal in unzähligen Meetings und von ebenso vielen Gremien abgenickt werden müssen. Doch wie will man Unternehmenskultur mit Zahlen messen? Weil das nicht funktioniert, scheint diese Option eine ungeeignete zu sein. 
Unternehmenskultur lässt sich nicht befehlen; sie muss langsam wachsen und ist zudem abhängig von der Bereitschaft der Mitarbeiter, diese Philosophie mitzutragen. Das Interessante daran: Je näher die Unternehmenskultur dem natürlichen sozialen Verständnis jedes Einzelnen entspricht, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie akzeptiert wird. Das Investment ist also mehr als überschaubar, denn niemand muss sich verbiegen, um diese Werte zu vertreten und im zweiten Schritt zu leben.
Was kostet beispielsweise die Bereitschaft zum offenen Dialog? Warum gibt es in einer Welt, in der Freiheit, Verantwortung und Bereitschaft zu ständigem Lernen selbstverständliche Teile des Lebens sind, immer noch so viele Unternehmen, die an strengen Hierarchien festhalten? Wenn jeder einzelne Mitarbeiter das Recht und somit die Macht hat, den Knopf zu drücken, der das Produktionsband stoppt, ohne vorher einen Antrag stellen zu müssen, ist das ein Gewinn. Nicht nur für jeden Einzelnen, sondern für das gesamte Unternehmen.

Ein gutes Beispiel für erfolgsorientierte Unternehmenskultur ist das Ideenmanagement: Früher hatten nur die anerkannten Superhirne eines Unternehmens das Recht auf eine Meinung. Das Wissen von Millionen von Mitarbeitern, von anonymen Superhirnen, lag brach. Heute geht das Ideenmanagement Hand in Hand mit dem Beschwerdemanagement und nutzt nicht nur dem Kunden, sondern letztendlich auch der eigenen Bilanz.

In den letzten Jahren sind einige sehr interessante Unternehmen entstanden, die Apps zur Verfügung stellen, mit denen Unternehmen ihre Mitarbeiter informieren und auch damit eine neue Form der Wissenskultur in den Firmen implementieren. Endlich weiß jeder, wann ein neuer Mitarbeiter anfängt, wer Urlaub hat, welche aktuellen News

Portrait:

Edgar K. Geffroy - Erfinder neuer Geschäftswelten 38 Jahre erfolgreicher Unternehmer - 4.000 Vorträge - 1.000.000 Zuhörer, Leser, Kunden & Follower - Erfinder der Clienting® Strategie - Entwicklung von Wachstumsstrategien für Unternehmer in 50 Branchen - Krisenmanager - Autor von 30 Büchern - 250.000 verkaufte Exemplare - 31 Übersetzungen. Strategien nicht nur in Krisenzeiten, Kunde, Vertrieb und Digitalisierung, das sind seine Themen für Unternehmer, Führungskräfte und Mitarbeiter.

Kontakt:
Brain Intelligence GmbH Herr Edgar Geffroy Großenbaumer Weg 5 40472 Düsseldorf fon ..: 0211-4080970 email : [email protected]