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Dr. Reuter Investor Relations: Sparsamer Umgang mit Wasser, Dünger und Pflanzenschutz in der Landwirtschaft - Wie smarte Technologien einen entscheidenden Beitrag leisten können
12.08.2022

Die Welt steht vor einem Dilemma: Um den Ansprüchen einer wachsenden Weltbevölkerung gerecht zu werden, muss die landwirtschaftliche Produktion steigen. Denn im Jahr 2050 werden nicht mehr rund sieben, sondern voraussichtlich mehr als neun Milliarden Menschen auf der Welt leben. Mehr Menschen werden zum einen mehr Nahrung brauchen und zum anderen steigen mit wachsendem Wohlstand auch die Ansprüche an die Nahrungsmittel selbst sowie das Bewusstsein für die Lebensmittel. Die Folgen: Ein steigender Konsum von Fleisch und Milchprodukten in den Entwicklungs- und Schwellenländern, bei einem wachsenden Anspruch der Menschen in den Industrieländern an ohnehin schon hochwertig erzeugte Produkte wie etwa Obst und Gemüse. Denn mit steigendem Wohlstand und Wissen hinterfragen zudem immer mehr Menschen die Produktion und Herkunft der Nahrungsmittel, die bei ihnen auf dem Teller landen. Auch werden zukünftig mehr Menschen als bisher auf fleischlose Ernährung setzen, der Anteil von Ersatzprodukten, dem so genannte Veggie-Food, wird ansteigen. Dass hierfür ein wachsender Anbau von gentechnikfreiem Proteinträgern wie Soja und Erbsen notwendig ist, spricht für sich.

Fruchtbare Böden und Ressourcen sind nicht unbegrenzt verfügbar

Die weltweite Produktion von Futter- und Lebensmitteln ist zudem von einem weiteren Fakt bedroht: Dem Verlust von Anbaufläche. Bislang gehen weltweit jährlich rund zwölf Millionen Hektar Agrarfläche verloren - durch Überweidung, ungeeignete Anbaumethoden, Erosion oder durch Straßen- und Städtebau. Setzt sich dieser Trend unvermindert fort, würden die Ernten in den nächsten 25 Jahren um bis zu zwölf Prozent sinken. Das verdeutlicht, dass die Produktion auf den verbleibenden Flächen verbessert werden muss.
Für den Anbau von Futter- und Lebensmitteln gilt eines gleichermaßen - es geht nicht ohne den Einsatz von vitalen Ressourcen, wie Wasser, Dünger und Pflanzenschutzmittel. Diese belasten bei Verbrauch und Herstellung wiederum die Umwelt sowie das Klima. Um die oben beschriebenen Ansprüche befriedigen zu können, gehen Experten davon aus, dass die landwirtschaftliche Produktion bis 2050 um rund zwei Drittel gesteigert werden muss. Dazu müssen insbesondere Wasser, fruchtbare Böden und die Artenvielfalt intelligenter - vor allem effektiver - genutzt und erhalten werden.

Smarte Technologien bieten Lösungen und Chance auf Wachstum

Den Schlüssel zu diesen Problemen bieten Unternehmen, die auf smarte Technologien setzen. Zusammenfasst wird dieses Feld in der Agrarbranche unter dem Schlagwort Smart- oder Precision Farming. Es gibt verschiedenste Firmen, die den effizienten und damit sparsameren Einsatz von Dünger, Pflanzenschutz und Wasser im Fokus haben. Sie alle eint der Glaube daran, die Krise als Chance zu verstehen. Sie sollten daher von der oben beschriebenen Entwicklung zukünftig profitieren. Zu den Aktien, die auf diesem Gebiet tätig sind, gehören beispielsweise die deutsche Landtechnikfirma EkoTechnika, der US-Agrochemieriese Corteva sowie die kanadische Wachstumsfirma Water Ways Technologies.

Ekotechnika mit neuem Geschäftsfeld

Mit dem Smart Farming baut Ekotechnika derzeit ein weiteres Geschäftsfeld auf, mit dem sich das Unternehmen für die digitalisierte Zukunft aufstellt und die Geschäftschancen in diesem Bereich nutzen will. Die Ekotechnika AG mit Sitz im deutschen Walldorf ist die deutsche Holdinggesellschaft der russischen EkoNivaTechnika Gruppe, des nach eigenen Angaben größten Händlers internationaler Landtechnik in Russland. Das Hauptgeschäftsfeld der Gesellschaft ist der Verkauf von importierter Landtechnik, der rund 68 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht (basierend auf den Geschäftszahlen 2021). Wichtigster Partner und Hauptlieferant der Unternehmensgruppe ist der weltgrößte und marktführende Landmaschinenhersteller Deere & Company, Moline, Illinois, USA. Mit dem Aufbau des neuen Geschäftsfelds Smart Farming will sich das Unternehmen frühzeitig für die digitale Zukunft aufstellen. Durch den Einsatz von modernsten Techniken wie N-Sensoren zur Stickstoffversorgung, Drohnen, Ertragskarten, Satelliten und Bodenscannern sollen Böden detailliert analysiert und auf diese Weise sowohl die Aussaat als auch die Düngung je nach Bodenqualität bedarfsgerecht angepasst werden. Das Unternehmen will es so Landwirten ermöglichen, Saatgut, Düngemittel, Pestizide oder Treibstoff zu reduzieren und gleichzeitig die Getreidequalität und -erträge zu steigern. Im ersten Halbjahr 2021/2022 erwirtschaftete die Ekotechnika Gruppe einen Umsatz von EUR 97,3 Mio. (umgerechnet USD 99,3 Mio.) und ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von EUR 3,9 Mio (umgerechnet USD 4 Mio.). Seit Ende Februar zeigt sich das Geschäft allerdings stark von der Entwicklung des Ukraine Kriegs beeinflusst und sollte daher auch vor dem Hintergrund dieser übergeordneten Risiken betrachtet werden. Die Aktie wird unter der ISIN DE000A161234 gehandelt.

Kontakt:
Dr. Reuter Investor Relations Dr. Eva Reuter Friedrich Ebert Anlage 35-37 60327 Frankfurt email : [email protected]