Unter dem Motto Handeln, bevor Schmerzen chronisch werden findet am 7. Juni 2022 zum elften Mal der bundesweite Aktionstag gegen den Schmerz statt. Ausgerichtet von der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V. und ihren Partnerorganisationen soll mit diesem Tag der Fokus auf die Versorgungsmöglichkeiten bei akuten und chronischen Schmerzerkrankungen gerichtet werden. Seit 2017 kann in Deutschland auch Cannabis als Medikament gegen chronische Schmerzen verschrieben werden - bisher vor allem in Form von Mundspray, Kapseln oder Tropfen zum Einnehmen. Doch zeigen aktuelle Studien, dass Neuerungen wie die LPT-Technologie von Innocan (ISIN: CA45783P1027) die medizinische Wirksamkeit von Cannabidiol deutlich verbessern können - ein großer Fortschritt für die Schmerzmedizin.
Zehn bis zwanzig Prozent leiden an chronischen Schmerzen
Schmerzen sind vielfältig - und für viele Menschen ein ständiger Begleiter im Alltag. Von chronischem Schmerz spricht man bei Betroffenen in der Regel dann, wenn sie schon seit mindestens drei bis sechs Monaten an ihren Schmerzen leiden und diese sie physisch, psychisch-kognitiv und sozial beeinträchtigen. Zu den besonders häufig auftretenden chronischen Schmerzen gehören etwa Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, aber auch Magen- und Bauchschmerzen, Nervenschmerzen oder Tumorschmerzen. In Deutschland leiden nach Einschätzung der Deutschen Schmerzgesellschaft rund 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung an chronischen Schmerzen - 8 bis 16 Millionen Menschen. Befragte Schmerzpatienten* haben vor allem Schmerzen im unteren Rücken (63 % der Frauen / 55 % der Männer), im Nacken (55 % Frauen / 35 % Männer), in der Schulter (48 % Frauen / 39 % Männer) und im Knie (42 % Frauen / 44 % Männer).
Zum Aktionstag bieten zahlreiche Organisationen bundesweit Veranstaltungen an, bei denen sich Praxisräume und Kliniken fürs Publikum öffnen, aber auch Therapien zur Schmerzbekämpfung näher vorgestellt werden. Zu letzteren gehört zum Beispiel die Kryotherapie. Hierbei wird mit Kälte(kammern) gearbeitet, um Schmerzen und Entzündungen zu lindern, etwa bei Rheuma, Gicht und Arthrose oder auch bei Sportverletzungen. Die für die Therapie benötigten Kältekammern werden unter anderem von Art of Cryo hergestellt, in den USA etwa von Chill-N-Out (ISIN: US13136H1023) oder von Cryomed Pro in der Slowakei. Darüber hinaus stellen Veranstalter in Vorträgen aktuelle Entwicklungen in der Schmerztherapie vor.
Analgetika und neue Entwicklungen beim Einsatz von Cannabinoiden
Bei der medikamentösen Schmerztherapie kommen je nach Intensität des Schmerzes verschiedene Substanzklassen zum Einsatz: opioide und nicht-opioide Analgetika, aber auch neureaktive Substanzen und Cannabinoide. Zu den meistverkauften freiverkäuflichen Schmerzmitteln** gehören in Deutschland Voltaren (von GlaxoSmithKline, ISIN: GB0009252882 und Novartis, ISIN: CH0012005267), Paracetamol (zum Beispiel von Sanofi, ISIN: FR0000120578), Aspirin (von der Bayer AG, ISIN: DE000BAY0017) und Ibuprofen (zum Beispiel von Hubei Biocause Pharmaceutical, ISIN: CNE000000F48). Zu den stärkeren, rezeptpflichtigen Schmerzmitteln mit dem höchsten Absatz im Jahr*** gehören in Deutschland unter anderem die Wirkstoffe Metamizol (zum Beispiel von Novartis, ISN: CH0012005267), Tilidin plus Naloxon (ehemals unter dem Handelsnamen Valoron von Pfizer vertrieben, ISIN: US7170811035, Generika sind noch erhältlich) und Tramadol (z.B. unter dem Namen Tralla von der Grünenthal GmbH, ISIN: XS2337703537).
Eine Alternative zu Analgetika können Cannabinoide sein, die seit 2017 in Deutschland verschrieben werden können. Zu führenden Unternehmen der Branche gehören unter anderem Tilray (ISIN: US88688T1007), Canopy Growth (ISIN: CA1380351009) und innovative Unternehmen wie InnoCan Pharma. Seit vier Jahren erforscht und entwickelt InnoCan Medikationen auf Cannabinoid-Basis, die gegen Schmerzen und verschiedene Indikationen zum Einsatz kommen können und arbeitet dabei an neuen, effektiven Plattformen zur Bereitstellung. Zu den Produkten gehören aktuelle Linien wie das Relief&Go Spray, Roll-on und Crèmes, die ersten klinischen Studien zufolge bei 90 Prozent der Probanden zur Schmerzlinderung führt. Das Unternehmen feiert die jüngsten Erfolge bei der Wirksamkeit mit seiner innovativen LPT-Technologie, bei der Wirkstoffe in einer Liposom-Hülle injiziert und auch bei geringerer Wirkstoffdosis sehr zielgerichtet und wirksam eingesetzt werden können. Jüngst hat Innocan die Ergebnisse eine Case Study mit einem Hund zur Anwendung der LPT-Technologie gegen rheumatoide Arthritis veröffentlicht: Dabei konnte neben einer verbesserten Beweglichkeit bei dem Hund auch eine deutliche Schmerzreduktion festgestellt werden. Weitere Studien zur Erforschung der Wirksamkeit bei Hunden könnten einen wichtigen Durchbruch in der Schmerzmedizin bringen.
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Dr. Reuter IR: 7. Juni 2022: 'Aktionstag gegen den Schmerz' - Innocan, Tilray und Canoby Growth setzen mit Cannabis auf Linderung
25.05.2022

