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Dr. Reuter IR zu Biofrontera: Weltgesundheitstag im Zeichen des Klimawandels
21.03.2022

Unsere Erde, unsere Gesundheit - unter diesem Motto steht der diesjährige Weltgesundheitstag am 7. April. Damit möchte die Weltgesundheitsorganisation WHO auf den Zusammenhang zwischen Klima- und Gesundheitsschutz aufmerksam machen. Denn der Klimawandel und seine Folgen stellen ernsthafte Bedrohungen für die Gesundheit dar. Ein noch junges Forschungsfeld sind dabei die Auswirkungen der steigenden Lufttemperaturen und der erhöhten UV-Belastung auf das Hautkrebsrisiko. Der Bedarf an medizinischen Lösungen gegen Hautkrebs wird in den kommenden Jahren weiter steigen - ebenso wie die Nachfrage nach Medikamenten und Impfstoffen gegen die Verbreitung von Infektionskrankheiten aufgrund der Erderwärmung.

Mehr Hautkrebserkrankungen durch den Klimawandel?

Hautkrebs ist die häufigste Krebsart in Deutschland mit rund 270.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Besonders häufig ist der weiße Hautkrebs, der sich in zwei Arten unterteilt: das Basalzellkarzinom sowie das Plattenepithel-Karzinom (auch Spinalem oder Stachelzellkarzinom genannt). Bei der Entstehung von Hautkrebs spielt nach bisherigen Erkenntnissen die Intensität des UV-Lichts eine Rolle. Wer seine Haut zu lange oder oft der UV-Strahlung aussetzt, überlastet das körpereigene Reparatursystem, sodass geschädigte Zellen im Körper zurückbleiben, aus denen sich potentiell Hautkrebs entwickeln kann. Dies kann mitunter Jahre oder sogar mehrere Jahrzehnte dauern.

Dass der Klimawandel Temperatursteigerungen und die erhöhte Belastung durch UV-Strahlung auslöst, ist bereits bekannt. So entstehen beispielsweise durch die Erderwärmung in der nördlichen Hemisphäre häufiger Mini-Ozonlöcher (Niedrigozon-Ereignisse), die sich mehrere Tage halten. Das sorgt örtlich für hohe UV-Strahlen-Belastungen. Ob dies auch einen signifikanten Anteil an der Steigerung der Zahlen der Krebserkrankungen hat, ist aktuell noch Gegenstand der Forschung. Das Problembewusstsein beim Zusammenhang zwischen Klimawandel und Hautkrebs ist in jedem Fall gegeben: Das Thema hat 2021 Einzug in die medizinische S3-Leitlinie zur Prävention von Hautkrebs gefunden.

Mit Lichttherapie weißen Hautkrebs bekämpfen

Doch während UV-Licht Hautkrebs verursachen kann, kann Tageslicht oder Infrarotlicht auch zu dessen Bekämpfung beitragen: Das Biotech-Unternehmen Biofrontera (ISIN: DE0006046113) erzielt mit der photodynamischen Therapie in Kombination mit dem Arzneimittel Ameluz (auf Basis des Wirkstoffs 5-Aminolävulinsäure) bereits vielversprechende Erfolge gegen aktinische Keratosen, einer Vorstufe von weißem Hautkrebs. Auf eine Creme mit dem Wirkstoff Fluorouracil setzt unter anderem das Unternehmen Almirall Hermal GmbH (ISIN: ES0157097017) mit seinem Arzneimittel Actikerall, was laut der Stiftung Warentest (01/2020) große Behandlungserfolge gegen Hautkrebs.

Mehr Infektionskrankheiten durch Klimawandel

Ein Zusammenhang zwischen der Erderwärmung und Hautkrebs ist für Experten ebenfalls denkbar, wenn auch bisher nicht fundiert belegt. Unstrittig ist jedoch, dass häufiger auftretenden Hitzewellen und damit verbundenen Sonnenperioden dafür sorgen, dass sich mehr Menschen im Freien aufhalten und der UV-Strahlung ausgesetzt sind. Was bereits als Folge der Erderwärmung beobachtet werden kann ist die stärkere Verbreitung von Infektionskrankheiten: Infektionserreger aus wärmeren Gefilden können sich immer weiter verbreiten und künftig auch häufiger in bisher gemäßigten Klimazonen wie Mitteleuropa auftreten. Das betrifft Krankheiten wie zum Beispiel das Gelbfieber, Dengue-Fieber oder Malaria. Dies dürfte mittel- bis langfristig auch einen steigenden Bedarf nach Malaria-Medikamenten wie Lariam (Hersteller: Roche, ISIN: CH0012032048) oder Riamet (Hersteller: Novartis Pharma GmbH, ISIN: CH0012005267), dem Gelbfieber-Impfstoff Stamaril oder Dengue-Fieber-Impfstoff Dengvaxia von Sanofi (ISIN: FR0000120578) sorgen.

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Quellen und weiterführende Links:

- www.weltgesundheitstag.de/cms/index.asp?wgt-who
- www.who.int/campaigns/world-health-day/2022
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