Pressemitteilungen DeutschlandPresseportal & Content Aggregator
Dr. Reuter Investor Relations zu Frequentis: Breitbandkommunikation für Blaulichtdienste
23.12.2021

5G revolutioniert die digitale Kommunikation
Die beiden Mobilfunkstandards LTE und 5G bringen eine neue Qualität der Datenübertagung in sämtliche Bereiche von Alltag und Arbeitswelt. Das gilt vor allem für die digitale Kommunikation im Zuge der Etablierung von 5G in den nächsten Jahren. Mit 10000 Mbit pro Sekunde erlaubt 5G eine 15-mal schnellere Datenübertragung als mit dem bereits verbreiteten LTE-Standard. Damit ist eine Datenübertragung nahezu in Echtzeit möglich. Die Zahl der 5G-Anschlüsse wird sich nach firmeninternen Studien des Netzwerkausrüsters Ericsson im Zeitraum 2020 bis 2027 global von 269,3 Millionen auf 4,1 Milliarden vervielfachen.

Aktuell ist die 5G-Technologie in erster Linie in Ostasien verbreitet. Obwohl andere Kontinente bereits nachziehen, werden sich den Ericsson-Zahlen zufolge auch in sechs Jahren rund 40% aller vorhandenen 5G-Anschlüsse auf diese Region konzentrieren. Der europäische Anteil soll in sechs Jahren bei rund 14% liegen. Die Kommerzialisierung der 5G-Technologie setzt bereits zum ersten großen Sprung an. Jüngste Berechnungen des IT-Marktforschungsinstituts Gartner erwarten, dass die globalen Umsätze mit 5G-Anschlüssen sich zwischen 2020 und 2022 von 13,77 auf 23,25 Mrd. US$ fast verdoppeln werden.

Frequentis forscht im Blaulichtbereich
Als einer der weltweit führenden Spezialisten mit über 30 Jahren Erfahrung in Applikationen für digitale Sprachkommunikation in sicherheitskritischen Kommunikationsnetzen für BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) und Bahn hat Frequentis frühzeitig damit begonnen, digitale Kommunikationsapplikationen auf der Grundlage von Breitbandkommunikationssystemen zu entwickeln.

Bei Frequentis sind die sicherheitskritischen Services (MCS) über 5G/LTE-Netzwerke eines der drei wichtigsten firmeninternen Forschungsgebiete in den letzten Jahren. Mit der technologischen Marktreife von 5G stehen Bandbreiten zur Verfügung, die Einsatzleitern in Notrufzentralen eine Vielzahl von Informationen über die Lage vor Ort liefern können, unter anderem durch Videos von Drohnen oder über die Bilder der Bodycams von Polizisten. Die Kombination von Kommunikation und Datenaustausch in Echtzeit ermöglicht ein schnelles und koordiniertes Vorgehen bei Notfalleinsätzen. Damit verbessern sich die Möglichkeiten, mögliche Katastrophen frühzeitig einzudämmen bzw. zu vermeiden.

Das erklärte strategische Ziel von Frequentis ist es, erfolgreich abgeschlossene Pilotprojekte als Visitenkarte bei den ersten größeren Ausschreibungen zu nutzen, die aus heutiger Sicht in den nächsten drei bis fünf Jahren innerhalb von Europa erwartet werden. Die entsprechenden Erlöse wird Frequentis im Geschäftsfeld Public Safety & Transport verbuchen, welches im ersten Halbjahr 2021 einen Anstieg um 31,9% bei erfolgreichen Projektabnahmen verzeichnete und für 39% des Konzernumsatzes stand.

Erste Projekte und strategische Beteiligungen
Der im Januar 2020 erteilte Auftrag der Londoner Metropolitan Police Service (MPS), für deren Kommunikationssysteme in den Leitzentralen das Unternehmen bereits seit 2004 verantwortlich ist, bedeutet für Frequentis den Einstieg in die Digitalisierung von Kommunikationsnetzen unter Einbeziehung der neuen Mobilfunkstandards. Im Team des Generalunternehmers Leidos ist Frequentis mit der Aufgabe betraut, die Kommunikationsinfrastruktur der MPS im Rahmen eines auf zehn Jahre angelegten Digitalisierungsprogramms zu modernisieren und an das zukünftige britische Breitbandnetz Emergency Service Network (ESN) anzubinden. Eine zentrale Rolle spielt dabei die von Frequentis entwickelte Kommunikationssoftware 3020 LifeXTM.

Um das Standbein Breitbandkommunikation für Blaulichtorganisationen (BOS) auszubauen, setzt Frequentis auch verstärkt auf strategische Beteiligungen. Der erste Schritt in diese Richtung war die im August 2021 bekanntgegebene 15-prozentige Beteiligung an einem seiner langjährigen Kooperationspartner, der spanischen Firma Nemergent. Das im Jahr 2017 gegründete Unternehmen besteht aus 30 Mitarbeitern und hat sich auf die Entwicklung von neuen Lösungen in der sicherheitskritischen Breitbandkommunikation spezialisiert. Als Einstieg nutzte Frequentis eine Kapitalerhöhung bei Nemergent, fur die am 7. August ein verbindliches Investment Agreement unterzeichnet wurde. Die Beteiligung von Frequentis erfolgt uber die 100%-Tochter BlueCall GmbH. Fur die laufende Koordination entsendet die Frequentis-Gruppe einen Vertreter in das Nemergent Solutions Board of Directors.

Das Projekt BroadWay als Leuchtturmprojekt
Mit dem Präqualifikationsprojekt BroadWay leitet Frequentis ein Konsortium von 16 Organisationen aus 6 europäischen Ländern, die als einer von zwei verbliebenen Konsortien ihre Lösungen zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von Ersthelfern und BOS im Bereich der öffentlichen Sicherheit in einem mehrmonatigen Probebetrieb unter Beweis

Kontakt:
Dr. Reuter Investor Relations Dr. Eva Reuter Friedrich Ebert Anlage 35-37 60327 Frankfurt email : [email protected]