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Hallgarten & Company zu Edison Lithium: Edison im Land der Lithiumgiganten
07.12.2021

von Christopher Ecclestone - Bergbaustratege

Deng Xiao Ping ist in Bergbaukreisen vor allem für seinen oft wiederholten Ausspruch aus den 1980er Jahren bekannt, der da lautet: Saudi-Arabien hat Öl, China hat Seltene Erden. Damals wurde diesem Ausspruch kaum Bedeutung beigemessen, da Seltene Erden für die meisten Zuhörer zum einen ein großes Rätsel waren und zum anderen keinen großen Wert hatten, und weil es für sie auch nicht viele Alltagsanwendungen gab, außer die, den Fernsehern mit Kathodenstrahlröhre rote Farben zu verleihen. Der Rest ist Geschichte. Der endgültige Weckruf kam im Jahr 2009 bzw. 2010, als man begriff, was Deng aus strategischer Sicht damals eigentlich sagen wollte.

Mittlerweile können wir das Mantra um einen weiteren Aspekt ergänzen, denn Argentinien hat Lithium - und davon möglicherweise eine ganze Menge! Theoretisch gesehen war eigentliche Chile der geeignete Ort für die Gewinnung von Lithium aus Lithiumlagerstätten in Salzseen (den sogenannten Salares). Aber seltsamerweise hat sich Chile eine Art Eigentor geschossen und diesen Vorteil verspielt, indem es versuchte, die Anzahl der Marktteilnehmer stark einzuschränken und die beiden Platzhirschen zu begünstigen. Prognosen zufolge wird Argentinien Chile bis zum Jahr 2030 bei der Lithiumproduktion überholen. Der Umstand, dass Chile sich gegen neue Marktteilnehmer sträubte, führte dazu, dass Argentinien mit seiner überraschend lockeren Haltung zum Mekka für all jene geworden ist, die ihre Positionen im Bereich der Salzseen abstecken wollen. Argentinien ist, um es in Dengs Worten zu sagen, quasi das Saudi-Arabien des Lithiums geworden.
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Das unstete Schicksal der Salares
Eines der Paradoxa Mitte des besagten Jahrzehnts war, dass man die Salares als zu schwierig oder zu langfristig orientiert herunterspielte. Hier ist allerdings anzumerken, dass einige der erfolgreichsten Unternehmen des ersten Lithiumbooms - wie etwa Orocobre, Galaxy und Lithium Americas - bereits ihren Fokus auf die Salares legten. Während des damaligen Booms und auch jetzt, wo dieser Boom wiederauflebt, kam bzw. kommt es im argentinischen Lithium Triangle zu einem wahren Ansturm von Firmen, die hier ihre Gebiete abstecken. Und dieser Ansturm stellt selbst das Kalifornien der 1850er Jahre in den Schatten. Die Explorer können von den Lithiumvorkommen Argentiniens buchstäblich nicht genug bekommen.

Die Vorsicht, die man bei der Exploration der Salares an den Tag legte, wurde durch die Pannen, die sich bei Orocobre und Rincon ereigneten, noch verstärkt. Aus beiden Fällen hat man jedoch entsprechende Lehren gezogen, und das bedeutet, dass andere von den schwierigen Erfahrungen der zwei Firmen profitieren werden. Das Argument, dass bei der Erschließung der Salzseen längere Vorlaufzeiten erforderlich sind (weil erst der Verdunstungsprozess in Gang gesetzt werden muss), ist angesichts der deutlich längeren (und teureren) Bohr- und Ressourcenschätzungsphase bei den Lagerstätten im Hartgestein und der weitaus höheren Erschließungskosten im Untertagebau nicht wirklich stichhaltig.

Der Niedergang von Canada Lithium nach dem Ende des ersten Lithiumbooms und dann die Strapazen von Nemaska zu Beginn des jüngsten Aufschwungs haben vielen Anlegern den Appetit auf eine kostspielige Förderung von Spodumen aus untertägigen Minen verdorben.

Der meistbeschrittene Weg
Trotz der anhaltenden Besorgnis über die politische Ausrichtung Argentiniens gleicht die Reise auf der Straße der Möglichkeiten, die sich mit den argentinischen Salzseen eröffnen, um es metaphorisch auszudrücken, in letzter Zeit eher der Fahrt auf einer Schnellstraße in Los Angeles zur Hauptverkehrszeit. Argentinien mischt im Lithiumsektor schon seit Jahrzehnten mit, ist also kein Neuling. Das Land spielte neben Chile dem Anschein nach aber immer nur die zweite Geige.

Heute werden in Chile allerdings nur mehr bestehende Anlagen erweitert. Der Umstand, dass Chile an einem alten Regulierungssystem aus der Ära Pinochet festhielt, bei dem die chilenische Nuklearenergiekommission CCHEN für die Genehmigung von Lithiumprojekten verantwortlich zeichnete, war der klare Beweis dafür, dass Chile sich selbst im Weg stand. Dies bestärkt uns in der Auffassung, dass Chile nicht das Bergbauparadies ist, das uns viele weismachen wollen. Die undurchsichtigen Vorschriften des Landes erwecken den Anschein, als ob man dort versuchen würde, Neulinge aus dem Spiel auszuschließen, was letztlich nur dazu führt, dass Argentinien das Rennen macht.

Nachdem man bei allen sich bietenden Möglichkeiten des Einstiegs und der Erschließung neuer Projekte in Chile unentwegt auf Hindernisse stößt, haben sich einige argentinische Andenprovi

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