Programmatic Advertising ist reifer geworden. Jedenfalls sollte man es meinen, wenn man den Buzz um das Thema, Erwartungshaltung im Zusammenhang mit Performance Marketing und die Selbstverständlichkeit von Kunden sieht, sofern diese auf "Programmatic Maßnahmen" als zusätzliche- oder Einzelmaßnahme setzen.
Als Pitch Berater, Pitch Begleiter, Berater für die Digital Media-Ausschreibungsprozesse sowie auch als Sparringspartner für diverse Digital-Media-Technologie Themen arbeite ich mit unterschiedlichen Kunden sowie Agenturen zusammen. In Verbindung mit Performance/ Harte-KPI Währung werden auch die Programmatic Maßnahmen in Betracht gezogen. Ganz oft werden die Programmatic Lösungen auch von Agenturen als eine Performance Maßnahme vorgeschlagen. Noch auffälliger ist, die außerordentlich hohe Erwartungshaltung gegenüber Programmatic Advertising, die dann auch Enttäuschung oder Unsicherheit bei nicht erfüllen der KPI's hervorruft. Natürlich ist die Awareness über das Thema Programmatic Advertising deutlich mehr geworden, aber die Erwartungshaltung in Bezug auf Programmatic Advertising und die Attribute dessen liegen meistens noch im Dunst verborgen. Dieser Artikel soll Marketing Entscheidern helfen, das Thema "Programmatic" richtig einzuordnen und das Thema reeller für eigene Ziele und Bedürfnisse einzuschätzen.
Besonders, weil Programmatic sehr oft im Zusammenhang mit Performance Marketing gesehen wird, möchte ich gleich erwähnen, dass Programmatic kein "Allheilmittel" für Performance Maßnahmen ist. Programmatic ist kein Allheilmittel, für Conversion Generierung sowie Optimierung innerhalb von Digital Media & Marketing Aktivitäten. Programmatic Advertising ist eher als Vertriebsunterstützende Maßnahme zu sehen anstatt als reiner Vertriebskanal.
Programmatic kann und wird bedingt für die Post Click Conversions only funktionieren. Programmatic kann jedoch mehr zu den Post View/ Post Impressions Conversions beitragen. Besonders bei den Produkten, wo Produktmerkmale, Produkt Features, Produkte an sich nicht sehr erklärungsbedürftig sind, wird der Einkauf auch post-klick sehr gut funktionieren. Bei den Erklärungsbedürftigen Produkten oder wo der User sich "zuerst informieren" muss, wird Post Click (fast) immer weniger Conversion aufweisen als Post Impressions.
Programmatic wird oft als "die Lösung" für den Vertrieb verkauft und verstanden. An sich, können die Push Maßnahmen inklusive Programmatic Advertising die Anreize schaffen, aber der entscheidende Faktor ist, ob der User in dem Moment Bedarf und oder Kaufkraft hat respektive als "aktiv Suchender" unterwegs ist. Die Abverkaufszahlen über Programmatic sind (fast immer) geringer als die SEA Maßnahmen. Programmatic dürfte aber einen Löwenanteil an Erfolg von anderen Maßnahmen inkl. SEA haben. Hierzu ist die richtige Zuordnung von Maßnahmen-Attribution/ Kanal-Attribution notwendig.
Pull Marketing Maßnahmen wie Google Search werden (fast) immer gut funktionieren, weil der User im Suchmodus ist. Natürlich ist das Potential hier limitiert auf die Suchanfragen. Es kann sein, dass der Such-Trigger, aber durch weitere Maßnahmen gesetzt wurde (z.B. Programmatic Display, Mobile, Video, OOH, ATV, Nativ etc.). Hier würde ich jedenfalls empfehlen, die Last-Klick only Betrachtung zu überdenken.
Mit Programmatic kann man einen Retargeting Ansatz gut umsetzen, um die User zu followen, wo sie aktuell surfen. Man kann damit die User "erneut" ansprechen und mit Retargeting Maßnahmen ggf. Anreize schaffen, User zurück auf die Seite/ den Shop holen.
Wenn es mehr Richtung Awareness bzw. Upper-Funnel Kampagnen geht, können die Programmatic Maßnahmen sehr hilfreich sein. Mit Programmatic Maßnahmen kann man oft die eigene Zielgruppe erreichen, aber darüber hinaus eine Nutzerschaft adressieren, die vorher noch nicht bekannt war. Man könnte Look-A-Likes bilden und dadurch die "potentielle Zielgruppe/ den Kundenstamm" erweitern. Durch Segmentierung kann man die Zielgruppe ganz gezielt über die Programmatic Maßnahmen ansprechen. Programmatic hilft für granulare Steuerung. Wichtig ist an dieser Stelle zu erwähnen, dass B2B Zielgruppen nach wie vor, schwieriger zu erreichen sind als B2C Zielgruppen.
Diverse Datenbasierte Aussteuerungsmöglichkeiten wie DMP Audiences, Custom Audiences oder Contextual Targeting könnten für die Kampagnenperformance helfen, aber hier ist viel Learning by Doing angesagt. Es gibt zwar viele DMPs, die in den führenden DSPs integriert sind aber Informationen darüber wie die Daten gesammelt wurden, wie oft sie aktualisiert wurden, welche Sample-Set dahinter steht etc. fehlen dennoch ganz oft. Hier würde ich raten, dass Sie bereits im Vorfeld die Key-Inform
Den Umgang mit Programmatic Advertising lernen
25.11.2021
Portrait:
Die blueShepherd GmbH mit Sitz in Hamburg ist ein Spezialist für Voice Marketing, Search und Digital Media-Tech. Mit innovativen Lösungen für (New) Digital Media & Marketing helfen Sie Werbetreibenden sowie Agenturen, Vermarktern, Medienhäusern und Pitch Beratern. Der Inhaber Mandar Ambekar ist langjähriger und leidenschaftlicher Digital Media Experte mit Fokus auf "New Digital" und Gastdozent an verschiedenen Hochschulen in Hamburg und Berlin. blueShepherd bietet aktive Unterstützung in allen Fragen rund um Digital-Media Technologie, Programmatic Advertising, KPI-Tracking, Search, Sprachassistenten, deren Funktionsweise und die Kampagnenerstellung.

