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Stefan Kühn: Nachhaltigkeit und nachhaltiges Anlegen!
19.09.2021

Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung, bei dem die dauerhafte Befriedigung der menschlichen Bedürfnisse durch die Bewahrung der natürlichen Regenerationsfähigkeit der beteiligten Systeme - also von Lebewesen und Ökosysteme - gewährleistet werden soll. Im korrespondierenden englischen Wort sustainable ist dieses Prinzip wörtlich erkennbar: to sustain von aushalten oder ertragen. Mit anderen Worten: Die beteiligten Systeme können ein bestimmtes Maß an Ressourcennutzung dauerhaft aushalten, ohne Schaden zu nehmen, wenn richtig gewirtschaftet wird. Das Prinzip wurde zuerst in der Forstwirtschaft angewendet: Im Wald darf nur so viel Holz geschlagen werden wie permanent auch wieder nachwächst. Als in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts erkannt wurde, dass alle Rohstoffe und Energievorräte auf der Welt auszugehen drohen (Bericht des ‚Club of Rome') ging sein Gebrauch auf den Umgang mit allen Ressourcen über." erklärt Stefan Kühn das Prinzip der Nachhaltigkeit.

"Kurz zusammengefasst ist Nachhaltigkeit in seiner modernen, umfassenden Bedeutung also das Prinzip, dass nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen [oder] sich regenerieren [und] künftig wieder bereitgestellt werden kann!" so Stefan Kühn.

Wachsende Bedeutung durch Klimawandel, Armut und Ausbeutung
"Seine gewachsene Bedeutung ist das Resultat zunehmender gesellschaftlicher Probleme, angefangen von Armut und Ausbeutung über Umweltverschmutzungen bis hin zum Klimawandel. Nachhaltigkeit umfasst heute die 3 Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales. Gleichzeitig liegt dem Nachhaltigkeitsbegriff die wichtige und erweiterte Berücksichtigung des Zeitfaktors zugrunde. Der Fokus liegt also auf der Notwendigkeit, durch heutige Handlungen zukünftige Handlungsbedingungen, insbesondere Potenziale und Restriktionen, optimal gestalten!" so Stefan Kühn.

Notwendigkeit für regulative Eingriffe!
"Leider nimmt mit zunehmender Konkretisierung die Unschärfe des Nachhaltigkeitsbegriffs zu. Deshalb ist es notwendig hier regulativ einzugreifen und ein konsistentes Regelwerk zu schaffen, wie dies vor allem die EU mit dem Klimaneutralitätsziel oder den Gesetzgebungen in der Finanzindustrie sehr aktiv tut! Diese regulativen Ideen beziehen sich auf die Erhaltung und Schaffung einer Zukunft, in der einen hinreichender ‚Kapitalstock' an gesellschaftlichen Vermögenswerten (Natur-, Humankapital und technisches Produktionskapital). Dieser Vermögenswerte sollen unter der Prämisse der Nachhaltigkeit geschaffen werden!" erklärt Stefan Kühn die Zielrichtung der staatlichen Eingriffe.

Nachhaltige Geldanlagen - Steuerung der Nachhaltigkeit über die Finanzmärkte
"Dies führt uns zum Begriff des nachhaltigen Anlegens! Nachhaltiges Anlegen ist zu einem eigentlichen Megatrend geworden an den Finanzmärkten. Die Konsumenten kaufen nicht mehr nur nachhaltig, sondern verlangen als Investoren (auch indirekt über Pensionskassen oder Lebensversicherungen) immer mehr, dass Unternehmen nachhaltig wirtschaften und allozieren ihre Vermögen dementsprechend! Nachhaltige Geldanlage ist dabei die Bezeichnung für ökologische, sozial verantwortliche Anlagen. Dazu gehören auch alle Anlageprozesse, die in ihrer Finanzanalyse den Einfluss von ESG (englisch: Environment, Social, Governance) -Kriterien einbeziehen. Dabei steht ‚Governance' für gute Unternehmensführung!" so Stefan Kühn.

Erweiterung der klassischen Kriterien der Geldanlage
"Nachhaltige Geldanlagen ergänzen damit die klassischen Kriterien der Rentabilität, Liquidität und Sicherheit um ökologische, soziale und gute Unternehmensführung. Die Umwälzungen können enorm sein! So haben mehrere Erdölfirmen angekündigt, sich aus der Erdölförderung zu verabschieden und auf erneuerbare Energien zu setzen. Und der Ölkonzern Shell wurde in den Niederlanden zu einer hohen Geldstrafe verurteilt wegen der verursachten Umweltverschmutzung. Gleichzeitig muss er nun in Zukunft verschärfte Umweltschutznormen erfüllen. Ein anderes Beispiel ist Nestlé. Hier vermuten Finanzanalysten, dass sich das Unternehmen mittelfristig aus dem Mineralwassergeschäft (u.a. Perrier, Contrex, San Pellegrino und mehr als 50 weitere Marken weltweit) zurückziehen könnte, weil das Unternehmen in diesem Bereich ökologisch angreifbar geworden ist! Auch die EZB bläst ins selbe Horn durch ihre Ankündigung, bei den Aufkaufprogrammen von Anleihen den ESG-Fingerabdruck der emittierenden Unternehmen stark zu berücksichtigen!" fasst Stefan Kühn zusammen.


Führende Rolle der EU - weitreichende neue Vorschriften mit klarer Definition bon ESG
"Viele neue Vorschriften sind insbesondere auf die Rol

Portrait:

Stefan Kühn ist Ökonom; er befasst sich seit einigen Jahren mit den volkswirtschaftlichen Veränderungen und der Interdependenz der Märkte sowie der politischen Einflussnahme in Bezug auf Unternehmen, Gesellschaft und den Geldmarkt. Er vertritt die These, dass es sich bei makroökonomischen keynesianischen und neu-keynesianischen Modellen meistens um vollständig interdependente ökonomische Systeme handelt, die nicht rekursiv, sondern nur simultan gelöst werden können. Dabei betrachtet er nicht allein rein wissenschaftliche Methoden, sondern bezieht seine Erkenntnisse aus seiner langjährigen Tätigkeit als Unternehmer und Consultant des Managements überwiegend börsennotierter Unternehmen z.B der Autark Entertainm,ent AG , der Musical & More AG u.a. "Sie können diese Pressemitteilung - auch in geänderter oder gekürzter Form - mit Quelllink auf unsere Homepage auf Ihrer Webseite kostenlos verwenden."

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