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Nachgefragt bei Andreas Renschler: Wie funktioniert Mitarbeiterführung aus dem Homeoffice?
23.05.2021

Die Arbeitssituation hat sich in Deutschland innerhalb des letzten Jahres stark verändert, erklärt Andreas Renschler. Während in Ländern wie den Niederlanden schon 2005 das Recht auf Homeoffice gesetzlich verankert wurde, tun sich hierzulande Firmen und Firmenchefs noch schwer, die Mitarbeiter in das Homeoffice zu entlassen. Aber woran liegt das und wie gelingt die Mitarbeiterführung aus dem Homeoffice?

Nachgefragt bei Andreas Renschler:

- Warum tun sich deutsche Firmen so schwer, Mitarbeiter ins Homeoffice zu schicken?
- Was sind die größten Herausforderungen für die Unternehmensleitung am Homeoffice?
- Wie funktioniert die digitale Mitarbeiterführung?
- Ist Teamarbeit im Homeoffice umsetzbar?
- Das Wirgefühl im Unternehmen stärken


WARUM TUN SICH DEUTSCHE FIRMEN SO SCHWER, MITARBEITER INS HOMEOFFICE ZU SCHICKEN?

Viele Führungskräfte tun sich schwer mit der Führung von Homeoffice zu Homeoffice. Sie haben keine Erfahrung damit und befürchten, die Kontrolle über das Arbeitsergebnis zu verlieren, wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von zuhause arbeiten, so Andreas Renschler. Zudem kennen sich viele Unternehmensführer nicht mit ihren Rechten und Pflichten aus, wenn es darum geht, Mitarbeiter im Homeoffice zu beschäftigen. Generell gelten dort die gleichen Regeln wie am Arbeitsplatz im Unternehmen:

- Das Einhalten der Arbeitszeit.
- Das Einhalten der Arbeitssicherheit.
- Das Einhalten des Datenschutzes durch entsprechende Maßnahmen von Unternehmerseite.
- Ein Recht auf Pause.
- Der Arbeitgeber muss, wenn nicht anderweitig geregelt, die Kosten des Arbeitnehmers tragen, beispielsweise für Büromaterial und das Telefon.


WAS SIND DIE GRÖßTEN HERAUSFORDERUNGEN FÜR DIE UNTERNEHMENSLEITUNG AM HOMEOFFICE?

Während viele Führungskräfte im ersten Augenblick die Frage mit der räumlichen Distanz beantworten würden, sieht Andreas Renschler die allgemeinen Umstände an den jeweiligen Wohnorten und "Arbeitsplätzen" der Mitarbeiter als größte Herausforderung an. Nicht selten fehlt es an einem separaten Arbeitsplatz oder die Internetausstattung insbesondere in ländlichen Regionen ist katastrophal, erklärt Renschler. Zudem muss im Homeoffice mit anderer Ablenkung gerechnet werden:

- Der DHL Bote klingelt an der Wohnungstür.
- Der Nachbar hat die Handwerker da.
- Der Partner oder die Partnerin kämpft mit der nicht funktionierenden Videokonferenz.
- Auch die Kinder müssen mit der neuen Situation klarkommen, verlangen Aufmerksamkeit oder brauchen Unterstützung bei den Hausaufgaben.

Solche äußeren Umstände gilt es zu berücksichtigen und zu akzeptieren. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist Vertrauen, fährt Andreas Renschler fort. Wenn der Mitarbeiter erfährt, dass seine Führungskraft ihm vertraut, sinkt durch die Akzeptanz der Druck, immer wie im Office funktionieren zu müssen. Das nimmt Stress raus und die Arbeitsleistung bleibt in gewohntem Maß bestehen, so Andreas Renschler.


WIE FUNKTIONIERT DIGITALE MITARBEITERFÜHRUNG?

"Management by walking around" funktioniert im Homeoffice nicht - eine große Herausforderung für viele Chefinnen und Chefs. Denn die Führung muss anders gelebt werden. Vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fehlt im Homeoffice genau dieser Austausch mit ihren Vorgesetzten, aber auch mit Kollegen. Besonders bei Projekten ist die Kommunikation, auch die informelle, laut Renschler aber oft sehr ideenfördernd. Regelmäßige Teammeetings per Videokonferenz sind der Schlüssel. Was im ersten Moment vielleicht von der Führung als manchmal zu viel und überflüssig und von manchem Mitarbeiter als Kontrollinstanz empfunden wird, ist für eine effiziente Zielerreichung unerlässlich, erklärt Andreas Renschler. Nur so kann jeder einzelne und das Team abschätzen, ob Zeitpläne eingehalten und Ziele erreicht werden. Auch Verständigungsschwierigkeiten können aufgedeckt und Hilfe bereitgestellt und, falls notwendig, interveniert werden. Generell ist das klare Formulieren der Erwartungen, Meilensteine und Ziele die Voraussetzung für ein gutes Ergebnis. Gegenseitiges Vertrauen und die Delegation und Annahme von Verantwortung sind im Homeoffice noch wichtiger als im Büro. Das Werkzeug diese Werte zu vermitteln ist eine sauber strukturierte regelmäßige Kommunikation. Die Chefs, wie die Mitarbeiter müssen in die Pflicht genommen werden, erreichte Meilensteine regelmäßig zu kommunizieren und wenn"s mal klemmt eigeninitiativ den Arm zu heben. Der Eindruck einer Überwachung wird in einem so angelegten Austausch gar n

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Andreas Renschler Herr Heinz Gottwick Ollenhauer Str. 10 70173 Stuttgart fon ..: 0711 52 65135 web ..: https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Renschler email : [email protected]