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PH-Patiententreffen 2017: Erforschung und Behandlung des Lungenhochdrucks machen stetige Fortschritte
02.11.2017

Rheinstetten/Frankfurt am Main, 23. Oktober 2017. Bereits zum 20. Mal richtete der gemeinnützige Selbsthilfeverein pulmonale hypertonie (ph) e.v. sein Patiententreffen für Betroffene, Angehörige und Interessierte aus ganz Deutschland aus. Mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich bei dem Treffen vom 20. bis 22. Oktober 2017 in Frankfurt/Main über aktuelle Entwicklungen in der Diagnostik und Therapie zu informieren sowie persönliche Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Aus zahlreichen Vorträgen und Workshops ging hervor, dass Erforschung und Behandlung der schwerwiegenden Erkrankung pulmonale Hypertonie (PH - Lungenhochdruck) stetige Fortschritte machen. Der Verein ph e.v. berät und unterstützt Patienten und ihre Familien, fördert die medizinische Forschung, vernetzt die Akteure und betreibt Öffentlichkeitsarbeit, um das Krankheitsbild in der Ärzteschaft wie in der breiten Öffentlichkeit bekannter zu machen.

Journalistenpreis "Gemeinsam gegen Lungenhochdruck" für Pamela Dörhöfer

Diesem Anliegen dient auch der Journalistenpreis "Gemeinsam gegen Lungenhochdruck", den ph e.v. jährlich vergibt. Für 2017 waren etliche Bewerbungen von hoher Qualität eingegangen, sodass der Jury die Entscheidung nicht leicht fiel. Der mit 3 000 Euro dotierte Preis ging nun an Pamela Dörhöfer für ihren Artikel "Wenn selbst der kleinste Schritt zur Qual wird", erschienen im August dieses Jahres in der Frankfurter Rundschau. In dem Beitrag widmet sich die freiberufliche Redakteurin, die für die Wissenschaftsseite der Frankfurter Rundschau zuständig ist, der chronisch thromboembolischen pulmonalen Hypertonie (CTEPH), einer der häufigsten Formen der schweren PH. Detailliert und zugleich anschaulich beschreibt sie das Krankheitsbild und die Behandlungsmöglichkeiten und schildert die Begegnung mit einer Betroffenen. Der 1. Vorsitzende von ph e.v., Hans-Dieter Kulla, würdigte in seiner Laudatio den hohen Informationsgehalt und das breite Zielpublikum des Artikels. Pamela Dörhöfer dankte ihren Gesprächspartnern - der Patientin für ihre Offenheit und ihr Vertrauen sowie den Medizinern Professor Ardeschir Ghofrani und Dr. Christoph Wiedenroth von der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim für ihre ausführlichen und verständlichen Erklärungen.

Diagnose und Therapie - je früher, desto besser

Eine breite Aufklärung über pulmonale Hypertonie ist umso wichtiger, als es bei der Krankheit auf frühzeitige Diagnose und Therapie ankommt. Denn Lungenhochdruck ist meist fortschreitend und kann unbehandelt zum Tod führen. Häufig beginnt die Krankheit allerdings schleichend mit unspezifischen Symptomen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Atemnot bei Belastung. Pulmonale Hypertonie betrifft die Lunge und das Herz. Die Blutgefäße der Lunge sind verengt, und der Blutdruck im Lungenkreislauf - vom Herzen zur Lunge und wieder zurück - ist krankhaft erhöht. Dadurch kommt es zu einer Durchblutungsstörung der Lunge, zu einer verschlechterten Sauerstoffaufnahme und zu einer zunehmenden Überlastung der rechten Herzkammer bis hin zum Herzversagen. Lungenhochdruck kann verschiedene Ursachen haben.

Die aktuelle klinische Klassifikation der pulmonalen Hypertonie unterscheidet fünf Gruppen: 1. Pulmonal arterielle Hypertonie (PAH); 2. Pulmonale Hypertonie infolge von Linksherzerkrankungen; 3. Pulmonale Hypertonie infolge von Lungenerkrankungen und/oder Hypoxie; 4. Chronisch thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH) und andere Pulmonalarterienobstruktionen; 5. Pulmonale Hypertonie mit unklarem und/oder multifaktoriellem Mechanismus. Zur ersten Gruppe gehören unter anderem die idiopathische PAH, deren Ursache definitionsgemäß unbekannt ist, die hereditäre, das heißt erblich bedingte PAH sowie die durch Medikamente, wie bestimmte Appetitzügler, oder durch Toxine verursachte PAH.

Behandlung nach individueller Risikokonstellation

2015 haben die European Society of Cardiology (ESC) und die European Respiratory Society (ERS) gemeinsame neue Leitlinien zur Diagnostik und Therapie des Lungenhochdrucks veröffentlicht. Die Arbeitsgruppe PH-DACH übersetzt und kommentiert diese Leitlinien für Deutschland (D), Österreich (A) und die Schweiz (CH). Über den aktuellen Stand berichtete Professor Ekkehard Grünig, Leiter des Zentrums für Lungenhochdruck in der Thoraxklinik des Universitätsklinikums Heidelberg. Sein Vortrag "Aktuelle medikamentöse Therapie nach Leitlinien" belegte, dass Klassifikation, Diagnostik und Therapie besonders der PAH in den vergangenen Jahren wesentliche Fortschritte gemacht haben. Die Leitlinien umfassen nun auch eine sogenannte Risikostratifizierung: Nach eingehender Untersuchung werden Patienten in solche mit "niedrigem Risiko", "intermediärem Risiko" und "hohem Risiko" eingestuft; auch daran wird die Behandlung ausgerichtet. Bei hohem Risiko ist auch eine Lungentransplantation zu erwägen. Neu ist der Begriff "atypische

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