Alexander Höller
Effnerstr. 44-46
81925 München
Frau Annette Zierer
08935612483
Über Alexander Höller In seinem Atelier vor den Toren Münchens arbeitet der junge Künstler meist bis tief in die Nacht, untermalt von harter und treibender Rockmusik. 1996 in Schweinfurt geboren, bemalte Alexander Höller bereits als Kind Steine aus dem elterlichen Garten und verkaufte sie für 1 Euro. Mit 17 verließ er ein Jahr vor dem Abitur das Gymnasium, um sich ganz der Malerei widmen zu können. "Ich habe die Schule abgebrochen, nicht um Künstler zu ‚werden', sondern um Künstler zu ‚sein'.", sagt er heute. Weil er noch zu jung war, besuchte Alexander Höller ein Jahr lang die private Freie Kunstwerkstatt in München. Schließlich wurde er zum Wintersemester 2015 - ohne Abitur - als Student an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg angenommen. Dort studierte er u. a. bei Professor Thomas Hartmann. Von 2018 bis 2020 absolvierte er mit Diplom die Akademie der Bildenden Künste in München, eine der bedeutendsten und ältesten Kunsthochschulen Deutschlands. Seine Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen u. a. in Nürnberg, Regensburg, Berlin, München, Wien sowie bei der ART Karlsruhe und in der Kunsthalle Schweinfurt gezeigt. In den USA wurden die Werke in Aspen, Chicago und in Miami zur Art Basel ausgestellt. Die Werkzyklen: Sein erster Werkzyklus "Wald" ist rein abstrakt geprägt und weist dabei Anleihen beim Informel auf. In den vielschichtigen, komplexen Gemälden greift Höller die archaisch gewachsenen Vegetationsmuster von Wäldern und Gehölzen auf und entwirft mit hochfiligranen Verästelungen und undurchdringlichen Netzstrukturen gänzlich abstrahierte Naturansichten, die in ihrem Gestus an die abstrakten Expressionisten um Jackson Pollock, Franz Kline und Cy Twombly erinnern. Gleichzeitig sind sie eine Hommage an den Mythos deutscher Wald, der von den Malern der Romantik implementiert und im 20. Jahrhundert von Künstlern wie Anselm Kiefer und Georg Baselitz thematisch fortgeführt wurde, die Höller zu seinen Idolen zählt. Mit seiner zweiten Serie "Der stumme Schrei" wechselt Höller ins verhalten Figurative und fokussiert einen stark zeichnerischen Duktus. Hier sind es hybride Wesen und kubistisch bis orbikular angerissene Figuren, die dem Betrachter den gestreckten Mittelfinger zeigen. Damit will Höller für die Freiheit des Individuums eintreten, zu dessen Naturrecht es gehören soll, sich fernab gesellschaftlicher Konventionen, überzogener Ansprüche und bigotter Moralvorstellungen auszuleben. Mit den gezielten Fragmentierungen und formelhaft skizzierten Figuren verweist Alexander Höller auf Vorbilder wie Pablo Picasso und Jean-Michel Basquiat, die gleichfalls für die Freiheit der Kunst und die Unabhängigkeit des Geistes eintraten. Seine Werkreihe "Neuronen" besteht aus Objekten mit fluoreszierenden Schnüren, die mit ihrer synapsenartigen Struktur gleichsam menschliche Kognition und Naturintelligenz sichtbar machen sollen. Für alle Werke lässt Alexander Höller seine Leinwände in einem belgischen Handwerksbetrieb, die auch Damien Hirst und Gerhard Richter beliefern, herstellen.